Indigene Völker

Ureinwohner, reiches kulturelles Erbe, altes Wissen und Weisheit - Indigene Völker und nachhaltiger Tourismus

Der Fokus unserer Reisen liegt auf Begegnungen mit der Kultur indigener Völker - Indigenous Peoples. Authentische Reisen zu Indigenen und Nomaden - das macht Kia Ora Reisen aus.

Es ist für viele Menschen noch immer etwas Besonderes, Außergewöhnliches, anderen Kulturen wirklich begegnen zu können. Wir leben gemeinsam auf dieser Erde, Indigene sind unsere Nachbarn, egal wo wir leben. 
Es entspricht der Lehre der Indigenen Völker sich nicht nur um ihr Umfeld zu kümmern, sondern um die Erde als Mutter und um alle Menschen. 
Unsere besonderen Reisen zu außergewöhnlichen Reisezielen bereichern Sie auch, indem Sie indigenen oder autochthonen Menschen begegnen und Einblicke in ihre Kultur und Denkweisen erlangen. 

Indigener Tourismus

Der Stellenwert des Indigenen Tourismus in der Tourismusbranche ist sehr gewachsen und Reisen mit Indigenen bzw. zu Indigenen wird immer stärker wertgeschätzt - auch natürlich von den Indigenen selbst. Ihr Selbstbewusstsein ist sehr viel stärker geworden und sie bestimmen immer mehr selbst ihr Leben und Wirken. 

Dazu möchte ich einen unserer Partner, Hafid aus Marokko, selbst zu Wort kommen lassen:
"Sie haben da ein großes Projekt: helfen und arbeiten mit der lokalen Bevölkerung, mit den Nomaden in der Mongolei, wohin Menschen aus verschiedenen Ländern kommen um ihre Kultur und Landschaften zu sehen. Und gleichzeitig haben die Nomaden ein Einkommen für sich und ihre Familien. Wir hoffen, dass Nomaden aus aller Welt eines Tages die Möglichkeit haben werden, sich zu treffen, es wird interessant werden. Nomaden, Berber, kennen die Sahara so gut und kennen ihre Wege, aber sie sind oft nicht in große Tourismusagenturen involviert, deshalb haben wir gemeinsam unser eigenes Unternehmen eröffnet. Unsere Freunde wollen uns Nomaden helfen, ein Einkommen vor allem in der Trockenzeit zu haben, so dass durch die Arbeit in Karawanen oder das Vermieten unserer Kamele, oder Gästebetreuung in unseren Zelten Arbeit für alle ermöglicht wird.
Wir sind wirklich sehr glücklich zu hören, dass es die Möglichkeit gibt, mit Ihnen im Interesse aller zusammenzuarbeiten, und wir werden unser Bestes tun, damit diese Zusammenarbeit Wirklichkeit wird..."

Weltgipfel für Indigenen Tourismus 2018

Der Maori Tourismus Neuseeland veranstaltete im April 2018 in Zusammenarbeit mit WINTA den World Indigenous Tourism Summit in Waitangi, Northland.

Das Motto:
"Withungarongaro te tangata, toitu te whenua. -
Wenn Menschen verschwinden, bleibt das Land erhalten."

Dieses Māori-Sprichwort wurde von Vertretern aller Indigenen Völker als Motto des Gipfels angenommen.

Die Konferenz bot Indigenen Völkern ein Forum, um über den Tourismus zu diskutieren und kollektive indigene Weisheit, Wissen und Traditionen zu teilen, die über Generationen weitergegeben wurden. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Stimme und Präsenz der Ureinwohner die Tourismusindustrie in positiver Weise führen kann und dadurch gegenseitigen Respekt und neue Beziehungen als Hüter unserer kostbaren Erde unterstützt.

Die Referenten stellten viele Möglichkeiten vor, die indigene Gemeinschaften für den Aufbau eines neuen Tourismus leisten und anbieten können. Sie gaben einzigartige Einblicke in die Integration traditionellen Wissens in faszinierende Erlebnisse für Besucher in ihren Ländern. Eine Herausforderung für indigene Wächter der Ahnenlandschaften, die sie bereits wahrnehmen.

Wer sind Indigene Völker? Was haben sie mit Kia Ora Reisen "zu tun"?

Der eingedeutschte Begriff “indigen” ersetzt weitestgehend den Begriff / das Wort „eingeboren“, das in aller Regel leider mit negativen Begrifflichkeiten assoziiert wird. Um einen wertneutraleren Begriff zu erhalten, wurde „indigen“ von engl. „indigenous“ mehr oder weniger glücklich eingedeutscht.

Einer Studie aus dem Jahr 2012 zufolge lebten damals schätzungsweise 175 Millionen Angehörige indigener und isoliert lebender Völker auf der Erde; allein auf der pazifischen Insel Neuguinea werden 832 indigene Völker mit jeweils eigener Sprache gezählt. (aus Wikipedia)

Indigene Völker gibt es in allen Teilen der Welt; die als “indigen” bezeichneten Völker waren und sind in aller Regel mit massiven Einflüssen kolonialistischer Art konfrontiert, die viele von ihnen nicht überlebt haben, viele sind auch heute noch „Opfer“ von Menschenrechtsverletzungen.

Die Frage der „Definition“, wer nun indigene Völker sind, war nie leicht zu beantworten. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) der UNO versucht bereits 1957 eine Definition, die später überarbeitet wurde; 2007 wurde nach langem Ringen die UN Declaration on the Rights of Indigenous Peoples von der UNO-Vollversammlung verabschiedet.

Eine einheitliche (politische) Definition indigener Völker gibt es nicht, vielmehr eine Anzahl Kriterien – und die Indigenen selbst bestanden stets darauf, nicht von anderen definiert zu werden, sondern legten Wert darauf, dass indigen sei wer sich als indigen bezeichnet.

Als wesentliche Kriterien wurden im Laufe der Zeit herauskristallisiert

  • Eine Gruppe / ein Volk definiert sich selbst als indigen
  • Es gibt eine kontinuierliche Existenz der Gruppe / des Volkes, die bis vor Zeiten der Kolonisierung bzw. sogenannter „Siedler-Kulturen“ zurückreicht
  • Es existiert eine starke, spirituelle (geistige) Verbindung zu dem Land, auf dem die Gruppe / das Volk lebt und zu den natürlichen Ressourcen / Lebensgrundlagen, dies umgeben.
  • Es gibt ein klar unterschiedenes soziales, wirtschaftliches und politisches System
  • Es gibt eine eigene Sprache, Kultur und Glaubenssystem (beliefs)
  • Die Gruppe / Volk ist entschlossen, die von ihren Vorfahren übernommene Umwelt, das Land und Systeme als unverwechselbare Völker bzw. Gemeinschaften beizubehalten


​Weniger plausibel erscheint das Kriterium, dass die Gruppe / das Volk nicht Teil einer herrschenden Gesellschaft sei – hiermit würde an sich das Unterdrückt-sein zum Kriterium erhoben, was uns nicht sehr sinnvoll erscheint.

Den indigenen Völkern ist in aller Regel gemeinsam, dass sie ein Recht auf Selbstbestimmung fordern – und, wo immer möglich, dieses ausüben. Sie wollen ihre Kultur und Lebensweise, ihre sozialen Systeme, ihre politischen Strukturen und ihren Glauben beibehalten.

Das bedeutet nicht, dass sie „unter einer Käseglocke“ leben wollen – sondern dass sie ihre Weiterentwicklung selbst bestimmen – und sie ihnen nicht von außen aufgezwungen wird, wie es nur allzu häufig der Fall war bzw. ist.

Der Unterschied - Kia Ora Reisen - gemeinsam mit den Menschen

Hier ist auch die Schnittstelle zu unserer Art des Tourismus mit Indigenen und Nomaden:
Wir entwickeln Reisen und Programme zusammen mit den Gastgebern – und nicht über ihre Köpfe hinweg.
Wir tragen dafür Sorge, dass unsere Gastgeber in ihren Ländern vom Tourismus profitieren – und nicht internationale Hotelketten etc.
Wir wollen, dass SIE als unsere Reisenden unsere Gastgeber, deren Land, Kultur und Lebensweise kennenlernen, so wie sie ist - authentisch.
Das ist nicht immer einfach, und erfordert manchmal Anpassung an lokale Gebräuche und Alltäglichkeiten.

Viele Indigene Völker haben Wissen über natürliche Zusammenhänge – wir sprechen heute von Ökosystemen – über Generationen erworben und weitergegeben, sei es über Tieraufzucht oder Pflanzenanbau, über Heilpflanzen und andere Dinge. Wir können an diesem Wissen teilhaben, vielleicht davon profitieren – aber man kann es nicht „kaufen“. Es ist eine Erfahrung, auf die man sich einlässt, kein Artikel, den man mit dem Reisepreis erwirbt.

mehr erfahren über Indigene Völker - Links:

lesen Sie hier mehr zu Indigenen – UN DP – UN Development Programme

Indigene an der UNO

Red Book of the Peoples of Russia
Indigene Völker Russlands

Kulturstiftung Sibirien
Fördert den Erhalt von kultureller Vielfalt in Sibirien und im Fernen Osten Russlands. Sie ist aus langjährigen Forschungen zu Völkern des Nordens hervorgegangen und wurde 2010 gegründet...

Culture Center of Northern Asian First Peoples' Art

Website des 2012 verstorbenen Künstlers und Initiators Grey Wolf Guruev
Seine Vision:
"Howe'er First Nations' member in the USA, Canada or Scandinavia have make their way, Northern Asiatics shall have a future at least likewise. Thereforee the 'center does offer various information and instruction, practical education, vocatinal training and spirituality. The main theme is, into a global future without loosing traditional roots and lifestyle. Care for ecology, safer economy, social care, own history and art, independence and self-sufficiency are the base of the syllabus. A self developed "Correspondence Course" shall reach those who can not join our 'CENTER.
The MUSEUM OF TEMPORARY ART OF NORTHERN ASIAN FIRST PEOPLES' ARTISTS and "High Class Souvenir Production" of own design is an extra target. Both ideas can cause an economical input for our region while having tourists here."


Bhil, Indien (Foto Nana Ziesche)


kostbarer Mongolischer Sattel (Grey Wolf Guruev, Mongolei, Foto GW)

 

Seiten zu Schamanismus:

Schamanismus - Wikipedia

Nepal: Bei den Schamanen (Geo Reisen)

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