Usbekistan

Entlang der antiken Seidenstraße führen unsere Reisen natürlich auch in die uralten Städte: Taschkent, Chiwa, Buchara und Samarkand - Sie spüren dem Flair der alten orientalischen Handelsstädte nach, die einmal sehr bedeutende Stätten der Bildung, des Handels, der Kultur und Religion waren. Die architektonischen Besonderheiten spiegeln sich vor allem in den zahlreichen Moscheen und Palästen wider, Chiwa ist eine einzige Museumsstadt und Buchara die heiligste... Wir reisen ebenso abseits der Touristenpfade und besuchen die Dörfer in den Bergen, in der Wüste treffen Sie Kamelzüchter und übernachten in traditionellen Jurten, Sie besuchen Seidenstickerinnen, backen das berühmte Usbekische Brot und erleben die Kultur der Einheimischen bei Gastfamilien.

Klima: 

In Usbekistan herrscht ein Kontinentalklima, mit großen Temperaturschwankungen in der Wüste und in der gebirgigen Gegend. Im Sommer ist es sehr heiss: etwa zwischen 30 C und 42 C. Ein rauer Winter (bis -30 C), es schneit oft bis zum März. Die beste Reisezeit ist April bis Juni (im April regnet es manchmal) und Herbst (September, Oktober).

Landessprachen: 

Usbekisch. Diese Sprache ist aus dem uralten Dialekt Tschagatay entstanden.

Andere Sprachen
Russisch spricht man sehr oft, manchmal mehr als Usbekisch. Russisch verwendet man auch in Verwaltungsstrukturen. Tadschikisch und Karakalpakisch werden in bestimmten Gebieten gesprochen.

Religion: 

Die Hauptreligion in Usbekistan ist Islam (Sunnitenkonfession- etwa 90 Prozent der moslemischen Bevölkerung).
Andere Religionen: Orthodoxe (9 Prozent), Judentum, Lutheranische und katholische Konfessionen, und Baptistische Kirche.

Kleidung: Schließen Sie bitte allzu freizügige Kleidung aus, die Moslems schockieren können. Bevor Sie eine Moschee betreten, vergessen Sie nicht, Ihre Schuhe auszuziehen.

Essen: 

Einen starken Einfluss auf die usbekische Küche hat die türkische Küche ausgeübt. Außer den verschiedenen Besonderheiten besitzt diese Küche die stark gewürzten Speisen. Das Nationalgericht heißt Plow (russisch) und Osch - (usbekisch), es wird aus Hammelfleisch und Reis zubereitet dazu auch Gemüse (Möhren, Zwiebeln) und Gewürze (besonders Kümmel, Sira - usbekisch). Ein Plow mit Rindfleisch und Dörrobst ist auch sehr populär. Plowarten variieren je nach Gebiet, Region und Jahreszeit. Unter anderem kann man folgende Gerichte nennen: Schaschlik - auf einem Spiess gebratene oder gegrillte Fleischstückchen (Hammelfleisch, Rindfleisch, Hühnerfleisch, Leber von Geflügel) oft mit Zwiebeln, Manty - mit Fleisch gefüllte Teigtaschen, die in Dampf gar gekocht sind.
Beachten Sie! Moslemische Bevölkerung isst kein Schweinefleisch!
Samarkand ist durch sein Brot sehr bekannt. Das Brot im Mittelasien (Nan, Non) sieht wie eine runde Scheibe aus, in derer Mitte ein Ornament von jedem Bäcker nach seinem Geschmack geschmückt wird. Und schließlich, in Usbekistan, besonders im Herbst und Sommer ist es unmöglich, ohne Obst auszukommen. Es gibt eine große Menge Obst: Weintrauben, Aprikosen, Äpfel, Granatäpfel, die man Ende der Saison eintrocknen lässt, und freilich Wasser- und Zuckermelonen im Sommer.

Trinken: 

Es ist wichtig, dass Sie gefiltertes Wasser oder Mineralwasser aus Flaschen trinken. Bei unseren Reisen werden Sie grundsätzlich unterwegs immer mit Wasser versorgt.
Der Tee (grüner oder schwarzer) ist ein Nationalgetränk. Es gibt viele Teehäuser, die man Tschaichana nennt.
Weiterhin können Sie Weißwein (in der Regel süß), Rotwein (auch süß) und Schaumwein (Sekt) finden. Wodka, Bier und Kognak sind überall zu kaufen.

Geld/Zahlungsmittel: 

Kreditkarten und Reiseschecks können in Institutionen der Hauptstadt und in den größten Städten Usbekistans zur Bezahlung benutzt werden. Die Öffnungszeiten der Banken: von 9 bis 13 Uhr, von Montag bis Freitag. Man sollte auch Bargeld (wünschenswert US- Dollar, kleine Stückelung) mitführen.

Die Währungseinheit Usbekistans ist Som.
1 Euro = etwa 10.383,3 Som
Wir empfehlen Ihnen, US-Dollar (leicht zu wechseln) oder Euro mitzubringen. Visa Card (International), Master Card, American Express werden manchmal in einigen Souvenirläden akzeptiert, aber es ist besser, US-Dollar in kleiner Stückelung zu haben. 

Informationen des Auswärtiges Amt hierzu:
Die usbekische Währung ist der Sum (UZS). Bei der ratsamen Mitnahme von Bargeld sind US-Dollar- oder Euro-Banknoten neueren Datums in bestem äußerem Zustand zu empfehlen. Der Umtausch sollte ausschließlich in Banken und zugelassenen Wechselstuben erfolgen. Illegaler Devisentausch wird mit hohen Geldstrafen und Einbehaltung des eingetauschten Betrags bestraft. Theoretisch können ausländische Staatsangehörige Sum-Geldscheine in Devisen rücktauschen, wenn sie ihren Pass und die Bescheinigung über den ursprünglichen Tausch von Devisen in Sum vorlegen; der Rückumtausch-Betrag darf nicht höher sein als der ursprünglich getauschte Betrag. In der Praxis scheint der Rückumtausch aber schwierig zu sein.

Kreditkarten sind eher unüblich. Größere internationale Hotels verfügen meist über Geldautomaten, an denen mit Kreditkarte und PIN-Nummer US-Dollar abgehoben werden kann; allerdings sind die Geldautomaten nicht immer bestückt.

Trinkgeld: 

In Hotels und Restaurants ist die Bedienung eingeschlossen, aber Trinkgeld ist wünschenswert, selbstverständlich nach eigenem Ermessen. Es ist üblich, 10 Prozent Trinkgeld (lieber US-Dollar) zu geben.

Zeitunterschied zu Deutschland: 
4h
Elektrizität: 

Netzspannung ist 220 V, elektrische Steckdosen sind wie in Deutschland, man braucht keinen Adapter.

Telefon: 

Aus Deutschland nach Usbekistan: 00 + 998 + Vorwahlnummer der Stadt (71- Taschkent) + Telefonnummer
Aus Usbekistan nach Deutschland: 8 + 10 + 49 + Telefonnummer (ohne 0 vor der Vorwahlnummer der Region)

Visa-Informationen: 

Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen seit 15. Januar 2019 kein Visum mehr. Nach Informationen der usbekischen Botschaft in Berlin gilt dies unabhängig vom Reisezweck. Für einen längeren Aufenthalt muss bei der zuständigen usbekischen Auslandsvertretung ein Visum beantragt werden.

Eine Visumerteilung am Flughafen Taschkent ist bei der Einreise nur im Ausnahmefall bei denjenigen Reisenden möglich, die ihren Wohnsitz in einem Land haben, in dem Usbekistan keine Auslandsvertretung unterhält.

Es wird dringend empfohlen, den visierten Pass hinsichtlich der korrekten Visakategorie und der Zahl der möglichen Einreisen zu überprüfen, da es nicht möglich ist, das Visum nachträglich in Usbekistan zu ändern. Bereits minimale Überschreitungen gültiger Visa ohne rechtzeitige Verlängerung in Form eines Ausreisevisums können zur Einbehaltung des Reisepasses unter erheblichen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und zur Ausweisung führen. Im Regelfall wird eine hohe Geldstrafe verhängt und es muss mit einem Verbot der erneuten Einreise gerechnet werden

Medizinische Hinweise: 

Durchfallerkrankungen

Oberflächengewässer können mit fäkalen Keimen und chemischen Schadstoffen kontaminiert sein, auch wenn sie in der landwirtschaftlichen Produktion verwendet werden. Durchfallerkrankungen sind überall im Land ganzjährig möglich.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden. Landesweit besteht ein Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und Übertragung einer Tollwut. Die notwendigen, medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften, die Gabe von Immunglobulinen, sind in Usbekistan nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung vor einem Biss, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Lassen Sie sich vor Reisebeginn hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und impfen.
  • Vermeiden Sie den Kontakt mit streunenden Tieren.
  • Suchen Sie auch bei bestehender Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit häufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen ist die Gefahr einer resistenten Tuberkulose gegeben. Das Tragen eines chirurgischen Mundschutzes schützt nicht vor einer Ansteckung.

Geographisch bedingte Erkrankungen

Die Höhenkrankheit ist eine durch taktische Fehler bei der notwendigen Höhenanpassung über 2.300 m (z.B. durch zu raschen Aufstieg und Überanstrengung) ausgelöste, potentiell sehr gefährliche Funktionsstörung von Lunge und Gehirn, siehe Merkblatt Höhenkrankheit.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme Kälte und unwegsames oder unbekanntes Gelände bergen weitere Risiken für den Reisenden in großer Höhe. Zivile Luftrettungsunternehmen für die Rettung aus Bergnot gibt es in Usbekistan nur sehr bedingt.

  • Lassen Sie sich vor Reisen in große Höhen über 2.300m  vor der endgültigen Reiseplanung durch einen höhenmedizinisch erfahrenen Arzt beraten.
  • Sehen Sie von der Einnahme von Medikamenten zur Vorbeugung oder Behandlung der Höhenkrankheit ohne Anweisung durch einen Arzt oder erfahrenen Bergführer unbedingt ab.

    Quelle: Auswärtiges Amt

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