Marokko

Tee wird uns in den Dünen der Sahara von unserem Marokko-Team serviert

Salam! - zu Gast bei den Berbern, den Amazigh wie die Völker in der eigenen Sprache heißen, in Marokko. Kameltrekkings auf den Wegen der Nomaden und auf alten Karawanenwegen durch das faszinierende, orientalische Marokko bringen Ihnen die Kultur der Nomadenvölker näher. Berber bzw. Amazigh leben seit Jahrhunderten als die ersten bekannten Bewohner Marokkos in den verschiedenen Landschaften Nordafrikas. "Viele Ortsnamen in unseren Wüstentouren findet man in keiner Karte. Die Nomaden gaben den Orten ihre Namen. Zu jedem Namen gibt es eine Geschichte und ich möchte den Kunden erzählen, warum ein Ort so heißt." - sagt unser Partner und Karawanenführer Hafid.
Die Kultur der Berber ist gekennzeichnet durch das Halbnomadentum. Heute sind nicht mehr alle Berber Halbnomaden. Sie betreiben Feldbau, der im Sommer durch Viehzucht ergänzt wird. Im Frühling werden die Schaf- und Kamelherden von den Familien in die Wüste geführt. Im Herbst kehren die Familien mit den Tieren wieder zurück.
Im Gegensatz zu den Häusern in den Tälern leben die als Nomaden lebenden Berber im Sommer in mobilen Unterkünften. Oft besteht diese nur aus einem Windschutz und einem Zelt aus Decken.

Klima: 

Das Klima in Marokko zeigt einen Übergang vom mediterran beeinflussten Nordwesten des Landes zum saharisch-kontinentalen Südosten und Süden. Die Klimascheide wird vom Hohen und Mittleren Atlas mit ihrem Hauptkamm gebildet. Der nordwestliche Landesteil hat ein mediterranes Klima mit trockenheißen Sommern (mittleren Augusttemperatur von 23 °C). Die Winter sind mild (Januarmittel 12 °C) und regenreich, wobei die Niederschlagsmengen nach Süden hin geringer werden (Tanger 900 mm, Agadir 200 mm Jahresniederschlag).Landeinwärts nimmt der mildernde Einfluss des Meeres rasch ab, sodass in der zentralen Meseta und im Atlasgebirge ausgeprägtes Kontinentalklima herrscht: In Marrakesch (Augustmittel 29 °C) können im Sommer 45 °C erreicht werden, während im Winter die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen können; an Niederschlag fallen kaum 250 mm. Dagegen bringen Steigungsregen im Westen der Gebirge zum Teil mehr als 1.000 mm Niederschlag pro Jahr, der über 1.000 m Meereshöhe in den Wintermonaten gewöhnlich als Schnee fällt.In den südlich des Atlas gelegenen Sahara-Randgebieten herrscht extrem trockenheißes Wüstenklima. Es fallen nur unregelmäßig Niederschläge, die selten 200 mm im Jahr erreichen, sodass Ackerbau lediglich in Oasen mit Bewässerung betrieben werden kann. Während der Sommermonate weht zeitweise der Schirokko, ein heißer, staubbeladener Wind aus der Sahara

Die beste Reisezeit in Marokko liegt für die Küstengebiete in den Monaten April bis November, für das Landesinnere im Zeitraum von Oktober bis Mai.

Für aktuelles Wetter und Übersichten zum Klima siehe auch: www.wetteronline.de

Bevölkerung: 
Landessprachen: 

Offiziell Arabisch, gesprochen wird der maghrebinisch-arabische Dialekt.
Lokal mehrere Berber-Sprachen.
Französisch ist als Geschäfts- und Bildungssprache verbreitet.

in der Sprache der Berber - Schlüssel für die marokkanische (Berber-)Sprachkultur:

Marhaban bikom: willkommen
Assalaam Alaykum : wörtlich: Friede sei mit dir. auch: Hallo
Walaykum Assalaam : die Antwort darauf...
Salam: Hallo
Sbah l’kheir : guten Morgen.
Massa l’kheir : guten Abend
Liala saida : gute Nacht
Labas? : Wie geht es dir?
Culshi mzien? : alles ok? alles gut?
Alhamdulilah : gottlob, Gott sei dank
Culshi mzien: Alle sind gut./Alles ist gut. (Feststellung, Aussage)
Shukrun : Danke
Meshi Mushkil : kein Problem
Chwiya : wenig
Bezaf : viel
Bismillah : Segen, bevor man etwas beginnt

Mehr als 70% der Marokkaner sprechen Berbersprache. Offiziell werden 'wir' als arabische Länder betrachtet, und im islamische Land versucht jeder, Arabisch zu sprechen.
Die wichtigsten Worte, die 'wir verwenden', um die Gäste und Reisende in unserem Haus willkommen zu heißen: Marhaban bikom, Mrahba bezaf.

Religion: 

Islam (Sunniten der malekitischen Rechtsschule)

Essen: 

Die marokkanische Küche der Berber berücksichtigt in erster Linie die Auswahl ihrer Gäste, z.B. wenn der Gast Vegetarier oder Veganer ist; sie respektieren seine Wahl und geben ihm oder ihr Essen ohne Fleisch und bieten eine Alternative an.

Nomaden oder Menschen in Marokko sind berühmt für ihre Gastfreundschaft und servieren ihren Gästen so viel Essen, wie sie sich leisten können. Sie sind immer gerne bereit, ihr bestes Essen anzubieten.
Wenn Sie in ein marokkanisches Haus oder Zelt zum Essen eingeladen werden, sollten Sie Ihre Schuhe ausziehen, wenn Sie das Haus oder Zelt betreten.

Die marokkanische Küche ist eine Mischung aus arabischer, mediterraner und berberischer Küche, die auch europäische Einflüsse hat. Mittag- und Abendessen in Marokko kann aus Couscous, Tajine, Harira, verschiedenen Salaten, Suppe mit verschiedenen Gemüsesorten wie Tomaten, Rüben und Pimentos bestehen.
Das Frühstück kann aus Brot, serviert mit Olivenöl, Butter, Omlet, Berber Pizza und Kaffee oder Minztee bestehen.

Es gibt Kuchen und Desserts aus Früchten, eine süße Mandelpaste, sowie einige Kuchen, die aus heimischen Lebensmitteln hergestellt werden.

Das sind die traditionellen Gerichte und Getränke der marokkanischen Familien in der Sahara:

Brot
Brot ist ganz einfach gleich dem Leben in einer Region, in der alles möglich ist. Jede Mahlzeit beinhaltet Brot. Es gibt zwei große Brotsorten in der Sahara:
Sand Brot. Dieses Brot wird von Menschen gebacken wenn sie in der Nähe von Dünen leben. Sie mischen Mehl und Wasser in Schüssel und kneten mit den Händen eine homogene Masse; wir haben ein Feuer auf Sand, wenn der Sand sehr heiß ist, verwenden wir einen Stock und backen den Teig. Dieser Prozess geschieht sehr schnell, so dass die Temperatur so heiß ist, dass das Brot fast sofort unter dem Sand und den Kohlen zu backen beginnt. In fünfzehn Minuten haben Sie ein leckeres Sandbrot (ohne Sand drin).

Es gibt eine alte Tradition des Brotbackens auf Felsen, wir machen dieses Brot vor allem in den Wüstenbergen. So wie wir es mit Brot im Sand machen, wir sammeln kleine Steine und setzen sie in Kugelform zusammen, dann legen wir Holzfeuer auf sie, und nachdem es heiß ist, reinigen wir die heißen Steine von den Kohlen, dann legen wir Teig auf heiße Steine, in etwa zwanzig Minuten haben wir fertiges Brot.

Pizza Berbere: es ist wie eine Pizza, die von den Berbern in der Sahara hergestellt wird, sie können sie mit Gemüse und verschiedenen Gewürzen zubereiten und sie entweder auf heißem Sand oder Stein backen. Natürlich kann man den Belag auch mit Fleisch mischen.

Datteln:
Datteln sind ein Grundnahrungsmittel für Nomaden, besonders wenn sie zusammen mit Milch oder Ziegenkäse gegessen werden. Datteln sind auch sehr wichtig für Nomadentiere, besonders in der Trockenzeit. In der Oase von Zagora gibt es mehr als 100 verschiedene Datteln, die sich in Form, Geschmack und Farbe unterscheiden.

Tee:
Man kann nicht in Marokko eingeladen werden, ohne Tee zu trinken. Nomaden trinken ihn stärker, besonders im Sommer, und sie sagen, dass er den Durst löscht. Tee wird in jeder Familie dreimal am Tag serviert, eigentlich ist es nicht wichtig, Tee zu trinken, sondern das Ziel ist es, die Familie zusammenzubringen und miteinander zu diskutieren und zu sprechen.
Es gibt viele Teesorten, Tee mit Minze, Tee mit Wüstengewürzen, grüner und schwarzer Tee.

Couscous:
Ein sehr wichtiges Gericht, vor allem, wenn man jemanden einlädt oder wenn man heiratet. Fleisch, verschiedene Gewürze und Gemüse sind die Haupt- und Hauptbestandteile des Couscous. Alle Zutaten werden gründlich miteinander gedämpft. Couscous-Kugeln mit den Händen zu formen ist eine traditionelle Art und Weise, wie Nomaden Couscous essen, denn in Nomadenzelten gibt es kaum Löffel und es ist auch eine clevere Art, direkt mit den Händen zu essen, um Wasserverbrauch zu mindern.

Marokkanischer Tagine:
Es gibt viele Arten von Tagines, sehr lecker ist Zitronen Huhn Tajine mit grünen Oliven zu kefta (Fleischbällchen) mit Eiern. Tagines mit Gemüse enthält Erbsen, Tomaten und Kartoffeln und vielleicht Huhn oder Rindfleisch. Es ist eine Freude, das Gericht mit frischem Brot zu genießen.

Harira
Jede Nomadenfamilie isst täglich Harira, besonders zum Frühstück bei Sonnenaufgang und im Ramadan bei Sonnenuntergang. Es gibt viele Arten von Harira, mit Gemüse und verschiedenen Gewürzen, und andere Harira mit Fleisch wie Huhn oder Rindfleisch, oder Eier usw.

Kafta (Kabab)
Kafta ist wie ein Fleischklößchen mit einem einzigartigen und traditionellen Geschmack. Nomaden servieren es oft. Vor allem zu Festen, oder wenn Sie besondere Gäste zu sich nach Hause einladen.

Trockenfrüchte und Nüsse
Trockenfrüchte sind in allen Haushalten zu finden, sie werden zur Teezeit serviert, wie Mandeln und Walnüsse, und auch getrocknete Aprikosen und Feigen sind beliebt. Nomaden halten sie gerne in ihren Zelten für Gäste vorrätig, da sie ohne zu Verderben gut gehalten werden können.

Sardinen
Entweder gegrillt auf einem lokalen Grill mit frischen Tomaten, Zwiebeln und Pfeffersalat oder in einer Tajine mit Tomatensauce und frischem Brot. Besonders im Winter, wenn frische Sardinen direkt vom Meer nach Zagora gebracht werden.

Konservierte Zitronen
Alles, was Sie für konservierte Zitronen benötigen, sind frische Zitronen, Wasser und koscheres Salz.

Oliven
Oliven, meist rote, schwarze oder grüne Oliven, werden in Marokko in verschiedenen Gerichten verwendet, wie z.B. Hühner-Tagine, aber sie werden auch als Würzmittel oder zum Garnieren verwendet.

Harissa
Die scharfe Chilischotenpaste wird auch als Würze für Tagines, Sandwiches und gegrilltes Fleisch serviert....

Marokkanische Gewürze
Viele Nomadenfamilien sammeln Gewürze, wenn es viel Regen in der Sahara gibt. Einige haben sie zum Kochen und andere sie als Medizin, um ihre Körper von verschiedenen Krankheiten zu heilen, da es in der Sahara kein Krankenhaus gibt, und Nomaden gehen selten ins Krankenhaus.
Es gibt viele Gewürzsorten, die in unseren Gerichten verwendet werden: Safran, Kurkuma, Kreuzkümmel, Cayenne, Zimt, Koriander, Ingwer, Paprika, Schwarzer Pfeffer, Anis und Ras al hanout.

Ras El Hanout
Ras El Hanout ist ein Gewürz mehr als vierundvierzig Gewürze gesund und gegen Kälte etc.

Safran
Der Safran wird normalerweise in den Hauptgerichten verwendet, aber er wird auch auf unerwartete Weise verwendet, wie z.B. Tee - der marokkanische Safrantee.

Geld/Zahlungsmittel: 

1 EUR = 11,22 Dirham
In den meisten Banken kann man Euro in Dirham tauschen. Viele Geldinstitute haben zudem einen EC-Automaten, an dem man Geld ziehen kann. Doch Vorsicht: In letzter Zeit häufen sich Beschwerden, dass marokkanische Bankomaten mehr Geld abbuchen, als ausbezahlt wird. Also: Quittungen aufheben, kontrollieren und im Notfall zuhause bei der Bank Beschwerde einreichen. Das Geld wird in der Regel zurück erstattet. Visa und Euro/Mastercard sind die in Marokko gängigsten Kreditkarten.

Elektrizität: 

Üblich sind Marokko 220 Volt. Im Normalfall braucht kein Adapter mitgenommen werden.

Telefon: 

Das Handynetz ist in Marokko sehr gut ausgebaut. Es kann aus den deutschen Netzen telefoniert werden. Sogenannte „Téléboutiques“ ersetzen die öffentlichen Telefonzellen. Man kann mit 1, 2, 5 und z.T,. auch mit 10 Dirham-Münzen telefonieren. Kleingeld erhält man beim zuständigen Personal. Die Landesvorwahl von Marokko lautet: 00212.

Hygiene: 

Nur Mineralwasser aus Flaschen trinken. Salate, wenn sie frisch zubereitet sind, können i.a.R. gegessen werden. Obst sollte man schälen. Unbedingt vermeiden sollte man es, wegen Bilharziose-Gefahr, in stehenden Gewässern zu baden. Mückenschutz ist in den Oasen und an Fluss- und Seeufern angebracht.

Gesundheit / Medizinische Hinweise: 

Es gibt für Marokko keine Pflichtimpfungen. Für längere Aufenthalte in Marokko kann es sinnvoll sein, sich gegen Hepatitis A und B zu impfen. Polio-, Tetanus- und Diphterie-Impfungen sind jedem zu empfehlen. Die HIV-Rate ist in Marokko vergleichsweise niedrig, was nicht gleichbedeutend für einen Freifahrschein ist. Malaria ist in Marokko bis auf ganz wenige Gebiete nicht existent. Durchfälle und Infektionskrankheiten können durch sorgsamen Umgang mit Wasser vermieden werden.
Die medizinische Versorgung in Marokko ist zwar mit der europäischen nicht zu vergleichen, dennoch nicht allzu schlecht – vor allem in den Städten. Viele Ärzte haben in Europa studiert. Auf dem Land kann zumindest die apparative Versorgung problematisch werden.

Zollvorschriften: 

In Marokko gelten strenge Devisenbestimmungen: Grundsätzlich dürfen Dirham-Beträge weder ein- noch ausgeführt werden. Aktuell bestehen unterschiedliche Toleranzgrenzen für Touristen (derzeit 1.000,-- Dirham) und Residenten. Es empfiehlt sich, vorab die Webseite des marokkanischen Zolls (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.douane.gov.ma ) zu konsultieren. Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden. Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Medizinische Hinweise: 

Pflichtimpfungen für die Einreise nach Marokko sind nicht erforderlich. Das Auswärtige Amt empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus.
Durchfallerkrankungen: Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Malaria: Das Vorkommen (ausschließlich Malaria tertiana durch P. vivax) beschränkt sich auf einzelne ländliche Gegenden der Provinz Chefchaouen von Mai bis Oktober. Seit 2005 wurden keine Malariafälle mehr berichtet. Es besteht keine Notwendigkeit einer medikamentösen Malariaprophylaxe. Zur Vorbeugung mückengebundener Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen, Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden), ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen, ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen

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