Kirgistan

Unsere kirgisischen Gastgeber vor der Jurte - hier ist die Küche

Salam! Zu Gast bei Kirgisen in Zentralasien. Kirgistan - das Land der Gebirge und Seen, das Land der Hirten und Nomaden. Seine faszinierende Landschaft und die Begegnung mit der alten Kultur der Gebirgs- und Hirtenvölker möchten wir mit unseren Reisen für Sie erlebbar machen. Zwei große Bergketten machen über 90% des Landes aus: Tien-Shan (Himmelsberge), der sich über 2.500 km von Osten nach Westen erstreckt und die schneebedeckten Gipfel des tadschikischen Pamir. Von den Gipfeln bis zu weiten grünen Tälern sind die Berge "die Seele Kirgisistans". Sie laden zum Wandern und Klettern ein und zu Reitausflügen. Sie spiegeln sich in den klaren Seen an deren Ufern bis in über 3000 m Höhe die Nomaden im Sommer ihre Jurten aufbauen und ihr Vieh weiden. Aus den Bergen kommt viel Wasser - die Schneeschmelze ist bedeutsam für Kirgistan um die Wasserversorgung und auch die Stromerzeugung sicherzustellen. Issyk-Kul und Song-Kul sind wohl die berühmtesten Seen des Landes. Issyk-Kul bedeutet "Warmer See" - er liegt auf 1.608 m Höhe und ist der zweitgrößte Bergsee der Welt - umrahmt von einem phantastischen Bergpanorama! Er wird unter anderem auch durch (heiße) Mineralquellen gespeist.

Flora und Fauna: 

In den Bergen des Tien Shan und Pamir leben Wildschafe, Hasen, Schneeleoparden, Steinböcke, Luchse und Murmeltiere - bis 3.500 m Höhe. Marco-Polo Schafe mit ihren geschwungenen Hörnern bewohnen die Hochlagen der Gebirge gemeinsam mit Wildziegen. In den Tälern leben Tien-Shan-Braunbären und Wölfe, sie sind scheu und selten zu sehen. Murmeltiere dagegen kann man fast überall beobachten. Nur im Tien-Shan lebt das Riesenmurmeltier.
Die vielfältige Pflanzenwelt ist in vielen Nationalparks geschützt. Es gibt sogar ca 400 Arten, die ausschließlich in Kirgistan vorkommen. Es gibt 83 Nationalparks, die ca 4 % der Gesamtfläche des Landes ausmachen. Den gesamten See Issyk-Kul umgibt das Bioreservat Issyk-Kul, das eine große Vielfalt an Ökosystemen von Wüsten bis Hochebenen beherbergt. Zur Pflanzenwelt Kirgistans gehören mehrere Tulpenarten (Greig-, Kaufmanniana-, Kolpakowsky-Tulpen), Edelweiß, Tien-Shan-Fichten, Seminow-Fichten, Weißtannen und Wacholder. Eine Besonderheit des Südens sind Walnuss- und Pistazien-Wälder.

Klima: 

Das Klima in Kirgistan ist sonnig und warm in der Zeit vom Mai bis zum Oktober. Kirgistan ist ein Gebirgsland und das Klima reicht von extrem kontinentalem bis zu fast maritimem Wetter. Der Sommer ist trocken und heiss, der Winter ist kalt. Temperaturen wechseln rasch und unerwartet, hauptsächlich im Gebirge. Die durchschnittlichen Sommertemperaturen liegen zwischen 26-30 Grad Celsius.
Die günstigste Reiseziet für Trekking, Hochgebirgstouren und andere Arten von Reisen ist vom Juni bis zum September.
Temperaturen variieren im Hochgebirge: ein plötzlicher Regenschauer, Schnee und kalte Nächte sind keine Ausnahme.

Bevölkerung: 

Die Kirgisen machen ca 65% der Bevölkerung aus und werden aufgrund ihrer Sprache den Turkvölkern zugerechnet. Sie bekennen sich zum großen Teil zum sunnitischen Islam. Außerdem leben in Kirgistan Usbeken, Russen, Dunganen (chinesische Muslime, 1,1 %), Uiguren (1,0 %), Ukrainer (1,0 %), Tadschiken (0,9 %), Tataren (0,9 %), Kasachen (0,9 %) und Angehörige weiterer Ethnien wie etwa 57.000 Mescheten im Lande. Anfang der 1990er Jahre lebten noch ca. 100.000 Deutsche (Kirgisistandeutsche) (meist Baptisten oder Mennoniten) besonders in der nördlichen Region. Viele sind inzwischen nach Deutschland ausgewandert, aber es gibt noch kleine deutsche Gemeinden in Dörfern wie Luxemburg und Rot-Front. Insgesamt leben noch ca 12.000 Deutsche in Kirgisistan.

Eine hohe Anzahl von Kirgisen ist ausgewandert, vor allem nach Russland.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kirgisistan

Landessprachen: 

Staatssprache in der Republik Kirgistan ist die kirgisische Sprache. Der größte Teil des Volkes spricht auch Russisch. In großen Städten sind die Straßenschilder sowohl auf Kirgisisch als auch auf Russisch. Im Süden der Republik spricht man auch Usbekisch. Viele junge Leute sprechen Englisch, Deutsch oder Französisch.

Kultur: 

Das Manas-Epos ist eines der wichtigsten Kulturschätze Kirgistans - und die größte mündlich überlieferte Dichtung der Welt. Die Sage entstand vor über 1000 Jahren und wurde durch Manaschias (epischen Erzählern) über alle Generationen weitergegeben. Das Epos ist eine Sammlung von Mythen, Legenden und Erzählungen über den Helden Manas und seine Anhänger. Es beschreibt unter anderem das alte kirgisische Nomadenleben und den Kampf um die Freiheit. Der Held Manas soll in den Bergregionen im Westen Kirgisistans gelebt haben und bei Talas befindet sich ein bedeutendes Manas-Museum, zu dem jedes Jahr Tausende Besucher kommen. Das Mausoleum von Manas ist heute Austragungsort der Pferdespiele und des Manas-Festivals.

Die Welt-Nomaden-Spiele sind nicht nur ein sportlicher Wettkampf sondern spiegeln das kulturelle Erbe und die Werte der Volksgruppen Kirgisistans wieder. So wird durch die Austragung der Wettkämpfe das kulturelle Erbe bewahrt und die Identität und Philosophie der Völker der Region gezeigt. Denn aus der Region kommen Hunderte verschiedene Völker und Volksgruppen mit einzigartigen Traditionen.
Beim Odarysch wird auf den Pferden gerungen, beim Spiel Chuko ergeben sich Gespräche zwischen Jung und Alt. Die Nomadischen Völker haben immer in Harmonie mit der Natur gelebt und sich den ökologischen Gegebenheiten angepasst.

Das Kirgisische Pferd: ein altes kirgisisches Sprichwort sagt viel aus: "Pferde sind die Flügel des kirgisischen Volkes". Schon vor 2.500 Jahren war das Pferd ein bedeutender Begleiter des Nomadenlebens - als Freund und Helfer bei der Arbeit und als Nahrungsquelle. Auch heute wird die Kunst des Reitens sehr geschätzt, schon kleine Kinder reiten ganz selbstverständlich und es gibt keine Feier ohne Reiterspiele, Pferderennen oder Wettbewerbe zu Pferd.

Nomadenkultur - die Landschaft, die Bergwelt der Region formte die Nomadenkultur. Die Nomadenstämme bevölkerten den Tien-Shan und die Berge des Pamir. Kirgisen wanderten zwischen dem 9. und 12. Jh. aus Sibirien ein. Die Nomadenkultur entwickelte sich über 2.500 Jahre und die Kirgisen überlebten in dieser Lebensweise das Mongolische Reich Tschinggis Khans. Denn ihre Reitkunst verschaffte ihnen einen großen Vorteil gegenüber sesshaften Völkern. Dorfgemeinschaften bestanden oft sogar aus 50 Jurten. Ein Manap herrschte zusammen mit einem Aksahal (Berater) - sie erfüllten auch ihre Pflichten als Gastgeber - Gastfreundschaft spielte in der Kultur der Kirgisen immer eine große Rolle. Wenn ein Herrscher zu autokratisch wurde, konnte die Dorfgemeinschaft auch einem anderen Clan beitreten, was Freiheit und Selbstbestimmung widerspiegelt.

Im 20. Jh. wurden die Kirgisen durch die Sowjetunion geprägt und zum großen Teil in Dörfern sesshaft gemacht. Aber ihre Wurzeln sind im Nomadenleben verankert und Kirgistan ist sehr stolz darauf, als erstes Land seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1991 erklärt zu haben und sein Schicksal wieder in die eigenen Hände zu nehmen.
Mehr dazu und zu den Entwicklungen unter https://de.wikipedia.org/wiki/Kirgisistan

Geschichte: 

im Wikipedia finden Sie zum Beispiel Informationen zur Geschichte Kirgisistans: https://de.wikipedia.org/wiki/Kirgisistan

Die Große Seidenstraße - reicher Handelsplatz von Waren und Kulturen, der bedeutendste der Welt. Mit Kamelkarawanen und Pferden waren hauptsächlich die Männer unterwgs um mit Gewürzen, Silber, Seide und Edelsteinen zu handeln. Die Seidenstraße führt Tausende von Kilometern durch Eurasien und geht auf langen Strecken durch mehrere Regionen Kirgisistans. Man schätzt den Einfluss der Ideen und Religionen und die Bildung zwischen Peking und Rom als bedeutendsten Reichtum der Seidenstraße ein. Kirgistan ist damit nach wie vor "Chinas Tor zum Westen". Heute ist die Karawanserei Tash-Rabat noch der einzige Zeuge der bedeutendsten Zeit der Seidenstraße - im 15. Jh. wurde das Gebäude, das man heute noch besichtigen kann, erbaut. Man geht davon aus, dass hier seit dem 10. Jh. schon Menschen lebten. Auch der Burana Turm ist ein Relikt aus dieser Zeit und das einzige Gebäude aus dem 11. Jh., das zur Stadt Balasagun gehörte.
Die Große Seidenstraße ging z.B. von Tash-Rabat nach Osch, nach Samarkand, kleine Wege führten nach Kasachstan und Russland. Auf den bedeutenden Wegen waren die Oasen Buchara, Chiwa und Merv wichtige Handelsplätze. Osch ist die älteste Stadt Kirgisistans, heute eine kulturell interessante Stadt inmitten reicher Nussbaumwälder und Obstplantagen. Die Basare lassen noch die uralte Handelstradition ahnen...

Geld/Zahlungsmittel: 

Die kirgisische Währung ist der Som. Die Andenken kann man auch mit US-Dollar und Euro bezahlen. US-Dollar und Euro werden in allen Banken und Geldwechselstuben getauscht. Vor Ihren Ausflug ins Gebirge überprüfen Sie bitte, ob Sie genug Som (lokale Währung!) haben.
ATM's sind nur in Bishkek zu finden. Kreditkarten werden nur in Banken und in manchen Hotels akzeptiert.

Zeitunterschied zu Deutschland: 
5h
Telefon: 

Mobile Telefone sind in manchen Gebieten zu benutzen. In großen Städten findet man viele Internet-Cafés. Sie können in Hotels und auf manchen Post- und Telegrafenämtern ins Ausland telefonieren.

Hinweise für die Packliste: 

Wir empfehlen den Reisenden auch warme Kleidung zum Reisen im Gebirge mitzunehmen. Die Sommertage sind heiss und trocken, aber am Abend und in der Nacht ist es oft sehr kalt. Wir empfehlen, eine warme Regenjacke, eine Mütze und feste warme Schuhe einzupacken!

Visa-Informationen: 

Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen drei Monate ab Einreise gültig sein und sollten unbeschädigt sein. Fehlende oder zerrissene Seiten im Pass führen zur Einreiseverweigerung.
Personen, gegen die in einem GUS-Staat eine Fahndungsausschreibung vorliegt, müssen mit Zurückweisung bei der Einreise in die Kirgisische Republik rechnen.

Visum und Registrierungspflicht
Deutsche Staatsangehörige können, unabhängig vom Reisezweck, für einen Aufenthalt von bis zu 60 Tagen visumfrei nach Kirgisistan einreisen. Für Aufenthalte von mehr als 60 Tagen ist weiterhin ein Visum erforderlich, das vorab bei der dafür zuständigen kirgisischen Auslandsvertretung eingeholt werden muss.
Deutsche Staatsangehörige, die sich länger als 60 Tage in Kirgisistan aufhalten, müssen sich außerdem innerhalb von 5 Tagen nach Einreise bei der zuständigen Behörde registrieren. Zuständig ist der Staatliche Registrierungsdienst.

Anfang September 2017 wurde vom Außenministerium der Kirgisischen Republik das elektronische Visum eingeführt. Das e-Visum kann für Aufenthalte bis zu 90 Tagen zu touristischen oder geschäftlichen Zwecken über die Webseite www.evisa.e-gov.kg beantragt werden. Die Registrierungspflicht gilt nach bisherigen Erkenntnissen auch für Inhaber von e-Visa. Davon unbenommen werden Visa weiterhin von den kirgisischen Auslandsvertretungen erteilt.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen
Alleinreisende Minderjährige müssen eine notariell beglaubigte Zustimmung der Eltern bzw. Sorgeberechtigen mit russischer Übersetzung bei sich führen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

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