Indigene Völker in Kambodscha

Zu der Indigenen Bevölkerung Kambodschas gehören Broa, Chhong, Jarai, Kachak, Kavet, Kel, Koang, Kouy, Kreung, Krol, Phnong, La'Eun, Lun, Mil, Por, Radei, Sam Rei, Souj, Spong, Stieng, Thmoun und Tumpoun.
Offiziell gibt es in Kambodscha keine „indigenen Völker“, sondern man spricht dort von indigenen Minderheiten oder indigenen Gemeinschaften sowie von Hochland-Völkern. Es ist schwer ohne die staatliche Anerkennung als Indigenes Volk die „Rechte der Indigenen Völker“ (Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte der indigenen Völker) zu verwirklichen und selbstbestimmt leben zu können.

Ein großes Problem sind die Landrechte, denn die Indigenen Völker Kambodschas haben früher die großen abgelegenen Wälder auf traditionelle Weise bewirtschaftet – ihr Überleben ihrer Kultur hängt davon ab ob sie diese Wälder nutzen können. Oft können sie die Wälder nur bestimmter Regionen nutzen, da sonst z.B. die Ernte von Rattan oder Wein, Gewürzen oder Honig gar nicht möglich ist. Auch der Gewinn von Zirkonsteinen in Ratanakiri ist nur dort möglich, weil er woanders nicht vorkommt.

Daher kämpfen die Indigenen Kambodschas um ihre Landrechte – sie haben NGOs die sich dafür einsetzen. Sie müssen sich gegen Abholzung und Bergbau großer Firmen wehren, auch der Bau von Wasserkraftdämmen und der illegale Holzeinschlag gefährdet ihr Überleben. Landraub (Landgrabbing) beraubt sie ihrer Lebensgrundlagen.

Quelle: Open Development (https://opendevelopmentcambodia.net/topics/ethnic-minorities-and-indigen...)

 

Foto: Frank Ludwig, Monsoon Tours, Kambodscha

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