Cree

Die Cree sind ein Indianervolk Nordamerikas. Ihr Territorium erstreckt sich von den Rocky Mountains bis zum Atlantischen Ozean über Teile der Vereinigten Staaten und Kanadas. Sie selbst bezeichnen sich als Ayisiniwok und Aha payew – ‘Wahre Menschen’ oder im Sinne von ‘das Volk’ als Iniwak, Iyiniwok, Eenou, Iynu oder Eeyou. Ihre Sprache gehört der Algonkin-Sprachgruppe an und heißt ebenfalls Cree. Mit der Cree-Sprache verwandt ist das Michif der Métis. Die Cree sind mit rund 200.000 Menschen die größte Gruppe unter den First Nations Kanadas.

Die Cree sind ein Indianervolk Nordamerikas. Ihr Territorium erstreckt sich von den Rocky Mountains bis zum Atlantischen Ozean über Teile der Vereinigten Staaten und Kanadas. Sie selbst bezeichnen sich als Ayisiniwok und Aha payew – ‘Wahre Menschen’ oder im Sinne von ‘das Volk’ als Iniwak, Iyiniwok, Eenou, Iynu oder Eeyou. Ihre Sprache gehört der Algonkin-Sprachgruppe an und heißt ebenfalls Cree. Mit der Cree-Sprache verwandt ist das Michif der Métis. Die Cree sind mit rund 200.000 Menschen die größte Gruppe unter den First Nations Kanadas.

Die Cree sind ein Indianervolk Nordamerikas. Ihr Territorium erstreckt sich von den Rocky Mountains bis zum Atlantischen Ozean über Teile der Vereinigten Staaten und Kanadas. Sie selbst bezeichnen sich als Ayisiniwok und Aha payew – ‘Wahre Menschen’ oder im Sinne von ‘das Volk’ als Iniwak, Iyiniwok, Eenou, Iynu oder Eeyou. Ihre Sprache gehört der Algonkin-Sprachgruppe an und heißt ebenfalls Cree. Mit der Cree-Sprache verwandt ist das Michif der Métis. Die Cree sind mit rund 200.000 Menschen die größte Gruppe unter den First Nations Kanadas.
Sie haben sich ca 1500 von der Hudson Bay aus westwärts verbreitet und sind z.B. ins heutige Saskatchewan eingewandert und weiter ins Gebiet des heutigen Alberta. In Alberta gibt es heute zwei Cree-Gruppen, die Plains Cree, die in den Plains oder Prärien, den Graslandschaften leben, und die Woodland Cree, die in den Waldgebieten lebten, und sich dementsprechend kulturell stark unterschieden. Erstere lebten überwiegend von der Jagd auf Büffel, Letztere von Fisch (White Fish). Ähnlich ist es aber auch in Saskatchewan.

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PowWow - Thunderchild Cree Nation, Saskatchewan, 2008 (GW)
 

Als Franzosen und Engländer im 17. Jahrhundert - ausgehend von den Großen Seen und der Hudson Bay - Handelsposten einrichteten verbündeten sich die südlicher lebenden Assiniboine mit den Cree. Die Cree siedelten sich dann meist in der Nähe der Handelsposten an, die Assiniboine lebten weiterhin semi-nomadisch. Im 17. und 18. Jh. bildeten Assiniboine und Cree eine Militärallianz - die Cree-Konföderation - und schlossen sich später auch mit den Plains-Ojibwe zusammen.
Diese Allianz ermöglichte es den verbündeten Stämmen ab 1680 ein umfangreiches Kanu-Handelssystem entlang des Lake Winnipeg und des Nelson River, Rainy Lake, Lake of the Woods, Winnipeg River und Lake Winnipeg nordostwärts bis zur York Factory an der Hudson Bay aufzubauen. Viele Cree-Gruppen siedelten sich in der Nähe der Handelsstationen an, um so zunächst an die für sie wichtigen Güter (Eisenwaren, Geschirr, Waffen und Mehl) zu gelangen, um dann den Zwischenhandel mit den Stämmen im Westen (Blackfoot, Gros Ventre, Sarcee), im Norden (Chipewyan, Dogrib) und im Süden (Hidatsa, Mandan) möglichst zu monopolisieren. So handelten sie mit den Indianern abseits der Forts um Pelze, die sie den Europäern, vor allem der Hudson’s Bay und der North West Company anbieten konnten.
Mehrere schwere Pockenepedemien setzten den Cree und Assiniboine und auch den anderen Gemeinschaften stark zu, über die Hälfte der Cree starben, auch Grippe-Epedemien wirkten sich verheerend aus.
Durch Handelsmonopol und Pelzhandel entstanden zwischen den First Nations Konkurrenzen, es gab kriegerische Auseinandersetzungen und die Cree-Assinoboine-Allianz zerbrach.

Die Cree lebten ebenso wie die Blackfoot von der Jagd auf den Amerikanischen Bison, der auch als Büffel bekannt ist. Doch aus verschiedenen Gründen ging die Zahl der Bisons immer mehr zurück.Ab etwa 1850 gab es fast nur noch auf dem Gebiet der Blackfoot Bisons. 1870 begannen die Cree einen letzten Versuch, ihrer Beute habhaft zu werden, indem sie einen Krieg begannen. Doch unterlagen sie in der Schlacht (nahe Lethbridge) und verloren über 300 Krieger. Im nächsten Winter zwang sie der Hunger zu Verhandlungen mit ihren Gegnern, mit denen sie Frieden schlossen, und auch mit dem 1867 gegründeten Kanada traten sie in Verhandlungen. Sie mussten ihren Lebensstil aufgeben und Bauern werden, doch forderten sie Hilfe beim Übergang und wollten nur unter dieser Bedingung weiße Siedler akzeptieren.

In den Jahren 1874 bis 1876 schlossen Kanada und die Cree mehrere der so genannten Numbered Treaties, genauer gesagt die Verträge mit den Nummern 4, 5 und 6. Noch bis etwa 1880 versuchten kleine Gruppen weiterhin von der Büffeljagd zu leben, und zogen dazu bis nach Montana.

Die Zahl der europäischen Siedler stieg indessen stark an und die Cree wurden immer weiter verdrängt, assimiliert und die Geschichte der Cree-Stämme geriet in Vergessenheit! Die Cree wurden durch die Weißen geradezu vertrieben, Verträge wurden bald wieder gebrochen und die Einwanderer verlangten den Abzug der Cree - z.B. 1877 nahe Edmonton am North Saskatchewan River. Die Siedler beeinflussten die öffentliche Meinung sehr stark auch über Zeitungen und verbreiteten Lügen über die Cree und anderen First Nations. Sogar die Reservate wurden recht schnell als unangemessen groß angesehen und durch Gesetzgebung zugunsten öffentlicher Bauten immer wieder verkleinert. Die Cree wurden immer mehr enteignet.

Nicht zuletzt litten die Cree ganz besonders unter den Residential Schools, Internatsschulen, die die Kinder der First Nations weitab von ihren Familien zu ‚Weißen‘ umerziehen sollten. Unter schrecklichen Bedingungen verbot man ihnen ihre Sprache, Religion und traditionelle Kleidung und versuchte unter Strafen die Entwurzelung und Entfremdung von ihren Gemeinschaften. Mehrere Generationen hindurch versuchten Staat und Kirche durch diese Schulen ganze Kulturen auszulöschen!
Den Auftrag diese Schulen zu führen erteilte der Staat den Kirchen (vor allem Katholische Kirche und den Vorläufern der United Church of Canad) - unter Federführung des Department of Indian Affairs and Northern Development und gesetzlich gegründet auf den Indian Act von 1876.
Noch heute leiden die ehemaligen Internatsschüler und Nachfahren unter dem Trauma der Residential Schools. Es gab von Staatlicher Seite z.T. sog. Entschädigungen finanzieller Art, die jedoch die Verbrechen nicht wieder gutmachen können.   

Ausführliche Informationen über Residential Schools können Sie zum Beispiel hier finden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Residential_School


Mehr zur Geschichte der Cree können Sie hier lesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Cree

Das seit den späten 1970er Jahren aufgebaute Schulsystem vermittelt Sprache und Kultur der Cree. Erste Sprache ist Cree, mit einer eigenen Schrift, später stehen Französisch und Englisch zur Wahl. Zahlreiche Orte führen inzwischen (wieder) Cree-Namen. Die meisten Organisationen der Cree wurden von Val-d’Or in das Baie-James-Gebiet verlegt. Seit 1993 existiert das Nachrichtenmagazin The Nation, ein wichtiges regionales Diskursforum.

Ebenfalls auf de.wikipedia.org/wiki/Cree lesen Sie ausführlich zu den Gruppen der Cree und zu den heutigen First Nations der Cree.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Cree
 

Informationen zu Indigenen Völkern hier.


Wandbild, Saskatchewan, 2008 (GW)

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