Nomaden

Mongolei - Bhutan - Ladakh: Eine Nomaden-Trilogie - ein Reiseprojekt von drei Reiseveranstaltern, die sich um nomadische und halb nomadische Lebensgrundlagen in Bhutan, Mongolei und Ladakh drehen. Die Routen sind durch ihr gemeinsames Interesse am täglichen Leben der Nomaden verknüpft. Sie werden auf diesen Reisen tiefere Einblicke in das Leben der Nomaden gewinnen, indem sie mit ihnen wandern und bei ihnen zu Gast sind.

Nomaden, darunter stellt man sich meistens Menschen vor, die immer unterwegs sind. Sie haben eine bewegliche Behausung, die sich schnell und unkompliziert auf- und abbauen lässt und gut transportieren lässt, und - sie besitzen nur das Wesentlichste. Für viele von uns verbindet sich damit der Gedanke der Freiheit und Unabhängigkeit. Wenn wir genauer hinschauen - und das wird uns ermöglicht, wenn wir bei Nomaden zu Gast sind - erkennen wir schnell, dass unser Bild nicht ganz den Tatsachen entspricht. Richtig ist, dass die Lebensweise dieser Menschen, die wir Nomaden nennen, ganz anders ist als unsere, als die die wir hier in Europa gewöhnt sind. Wesentlich ist, dass diese Lebensweise meistens die ideale Wirtschaftsform für die Region ist, in der sie leben, aufgrund des Klimas, der Vegetation, der Höhenlage, der Bodenbeschaffenheit... daraus ergibt sich, dass die "Nomaden" abhängig sind. Abhängig von einer gesunden und intakten Umwelt. Denn ihre Lebensgrundlage ist ihr Vieh. Meistens haben sie Herden aus Schafen, einigen Ziegen und Rindern und je nach Region außerdem Yaks, Kamele oder Pferde. Pferde gehören z.B. in der Mongolei unbedingt dazu. Die Tiere sind nicht nur Lieferanten von Milch und zeitweise auch Fleisch und Wolle sowie vieler anderer Produkte, sondern sind die wichtigsten Transportmittel und Fortbewegungsmittel. In den weiten Steppen, Wüstengebieten und Gebirgen der Mongolei hat das Motorrad und auch das Auto natürlich längst Einzug gehalten, beide sind aber nicht immer praktisch und ein großes und stabiles Auto, das auch in den unwegsamsten Geländen zurechtkommt, können sich viele nicht leisten. Praktischer sind oft damals wie heute Kamele, Yaks und Pferde.

Schnell werden wir im Kontakt mit dieser anderen Lebensweise auch gewahr, dass die Viehzüchter, wie sie sich nämlich selbst nennen (in der Mongolei z.B. Malchid von mal - Vieh, abgeleitet), nur 2 bis 4 Mal im Jahr umziehen. Sie haben mehr oder weniger feste Sommerweideplätze für ihr Vieh und leben den Sommer über dort, und feste Winterplätze mit Unterständen an ausgewählten Orten, die die Tiere von den heftigen verheerenden Schneestürmen, eisigem Wind und Temperaturen bis zu - 50 Grad schützen. Manchmal, wenn bei zu großer Trockenheit die Vegetation zu spärlich ist oder wenn Hochwasser herrscht, müssen sie nochmals umziehen oder andere Gebiete aufsuchen. Meist aber immer in einer bestimmten Region. Denn die Viehzüchter haben angestammte Gebiete, die Tiere brauchen viel Platz und sogar in der dünn besiedelten Mongolei braucht es eine gewisse Ordnung und Einteilung. Damit das Fleisch verkauft werden kann, halten sich zuweilen viele Familien in den Steppen in der Nähe der Hauptstadt auf.

Die Nomaden sind sehr stolz auf ihre Kultur und auf ihr doch recht unabhängiges Leben. Sie fühlen sich für ihr Land und für die Erde auf der sie leben sehr verantwortlich. Wir machen diese Erfahrung immer wieder - z.B. auch wenn es darum geht, Bergbau zu verhindern, der der ohnehin sehr trockenen Region das Wasser abziehen würde oder wenn die Familien vertrieben werden sollen.
Im Sommer genießen die Nomaden das Leben und sind meist draußen, morgens und abends werden die Tiere gemolken und die Milch wird sofort verarbeitet. Verschiedenste Milchprodukte kommen im Sommer auf den Tisch: Frischkäse, Joghurt, Sahne, natürlich sehr viel Milchtee, Hartkäse, Quark, getrockneter Quark, eine Art Mozarella, und Gebäck mit Käse und Sahne. Sogar Milchschnaps und ein weinähnliches Getränk werden traditionell erzeugt. Nicht zu vergessen der berühmte vitaminreiche Airag, die vergorene Stutenmilch.

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