Mongolei und Russland: Kulturelle Begegnungen und Naturschätze der Mongolei und des Baikalsees

Sie beginnen Ihre Reise in der Mongolei und reisen dann weiter nach Burjatien und Russland: Die Mongolei erwartet Sie mit wunderschönen Landschaften, die vom Fluss Orkhon und seinen Nebenflüssen bestimmt werden weisen im Norden der Mongolei ausgedehnte Nadelwälder mit Kiefern, Lärchen und Zedern und im Süden trockene Grassteppe auf. In den fruchtbaren Tälern des Selenge werden Getreide und Gemüse angebaut. Im Norden leben zahlreiche Wildtiere wie Elche, Bären, Moschus, Rehe, Wildschweine, Murmeltiere und Luchse. Im Grasland und an den Waldrändern wachsen vielfältige Wildblumen, Beerensträucher und Kräuter, darunter medizinische Kräuter: Heidelbeeren, Pfingstrosen, Wegerich, Sanddorn, Beifuß und Thymian.

Die schmackhaftesten Wildbeeren – vor allem Sanddorn, der in Ulaanbaatar auch zu Saft verarbeitet wird – wachsen hier. Heidelbeeren, Preiselbeeren und Moosbeeren sammeln die Menschen im Sommer und im Herbst genauso wie die begehrten Zedernnnüsse.

Die Weiden sind fruchtbar und es leben viele Nomaden hier, da ihr Vieh jede Menge Futter findet und im Herbst sogar Heu für den Winter gemacht werden kann.
Bulgan ist im ganzen Land bekannt für die beste vergorene Stutenmilch – Airag. Es gibt nämlich je nach Region große Unterschiede in Qualität und Geschmack des Airag.
Wir werden auf dieser Reise auch mehrere Tage bei Nomadenfamilien zu Gast sein und einen Einblick in ihr besonderes Leben haben.
Sehenswürdigkeiten sind vor allem bedeutende Hirsch- und Menschensteine und Grabstätten.

Interessant ist, dass die nördliche Mongolei vor allem von Burjaten bewohnt wird – die Sie im 2. Teil der Reise in Sibirien/Russland ebenfalls besuchen werden.

Russland: Sie sind zuerst an der Südküste des Baikalsees unterwegs. Von der Grenze nach Ulan-Ude ähnelt die Landschaft noch sehr der mongolischen Steppe und Taiga.
Ulan-Ude, die Hauptstadt Burjatiens liegt am Zusammenfluss der Flüsse Uda und Selenga (dem Sie auch schon in der Mongolei begegnet sind: Selenge).
Unterwegs im Barguzin-Tal erleben Sie die sibirische Kultur der Russen, Burjaten und Ewenken. Die Burjaten und Ewenken sind die Ureinwohner der Region und pflegen ein reiches kulturelles Erbe. Buddhismus und Schamanismus sind präsent und das nach 70 Jahren Sowjetzeit, während der beide Religionen verboten bzw. unterdrückt waren. Der mächtige Fluss Barguzin hat ein Tal mit vielfältigen Landschaftsformen geschaffen – entlang eines Hochgebirgszuges, der ihn vom Baikalsee trennt. Hier ist die Vegetation üppig und reich an Vielfalt. Der Baikalsee ist natürlich ein Hauptthema auf Ihrer Reise und Sie werden an seinen Ufern, bei Bootsfahrten und auf der Insel Olchon eine Menge zu entdecken haben und viele interessante Menschen treffen. Tauchen Sie ein in die Russische, Burjatische und Ewenkische Kultur mit ihren unterschiedlichen Lebensweisen und Traditionen.

Highlights:
Mongolei – die zentralen Steppen und der vielfältige Norden: Hustai Nuruu Nationalpark - Kharkhorin - Kloster Erdene Zuu - 2 Tage bei einer Nomadenfamilie - Tsetserleg - Khuvsgul Nationalpark - Khuvsgulsee - Darkhan - Kloster Amarbayasgalant - Sukhbaatar
Weiterreise nach Russland – Ulan-Ude - Barguzin Tal - Kurumkan und Alla - Begegnungen mit der russischen, burjatischen und ewenkischen Kultur - Ushkani Inseln -   Baikalsee – Insel Olchon – Irkutsk - Treffen mit Schamanen und Medizinleuten/Heilkräuterkundigen

Reisedauer: 
23 Tage
Reiseverlauf: 

1. Tag – Ulaanbaatar und Hustai Nuruu Nationalpark
Anreise – Ankunft am frühen Morgen am Flughafen Ulaanbaatar. Begrüßung und Transfer in die Stadt. Kleine Stadtrundfahrt mit dem Besuch des Gandan-Kloster Komplexes, des buddhistischen Zentrums von Ulaanbaatar. Die Hauptstadt der Mongolei liegt auf ca 1300 m Höhe und gilt als kälteste Hauptstadt der Welt. Uns erwarten sommerliche Temperaturen und eine sehr beschäftigte moderne Stadt. Am Rand breiten sich Jurten-Siedlungen aus.
Fahrt zum Hustai Nuruu Nationalpark (ca 110 km). In der Dämmerung unternehmen wir einen Ausflug in den Nationalpark um die Przewalski Pferde (Urpferde) in freier Wildbahn beobachten zu können. Sie wurden vor mehr als 10 Jahren wieder erfolgreich hier ausgewildert. Die Mongolei ist ihre ursprüngliche Heimat. Sie erfahren im Projekt-Haus viel über diese wundervollen Pferde und ihre Geschichte.

Für den Abend ist ein Treffen mit unserer Schamanin geplant. Sie wird für unsere gute Reise ein kleines Ritual abhalten.

Transfer ca 90 km, 2 Stunden Fahrzeit
Übernachtung im Ger Camp des Nationalparks (Ger: Doppelzimmer, EZ möglich, Dusche/WC im Haus, Restaurant)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

2. Tag – Kharkhorin - Erdene Zuu
Nach dem Frühstück fahren wir weiter nach Kharkhorin, der einstigen Hauptstadt des mongolischen Reiches unter Chinggis Khaan und seinen Söhnen. Von der alten Stadt ist nichts mehr zu sehen. Das heutige Kharkhorin ist eine typische mongolische Provinzhauptstadt. Im Museum können wir über die Ausgrabungen der historischen Stadt viel erfahren. Wir besuchen das beeindruckende buddhistische Kloster Erdene Zuu.

Übernachtung im Ger - Camp
Frühstück, Mittagessen, Abendessen


3. u. 4. Tag - Über Tsetserleg zum Khorgo Vulkan und Terkhiin Tsagaan Nuur
Weiterfahrt über die Provinzstadt Tsetserleg zum Vulkan Khorgo. Besuch des ethnografischen Museums in Tsetserleg, es befindet sich im Kloster ‚Zayiin Gegeenii Sum‘, das 1586 gegründet wurde und einst sehr bedeutend war. Einkaufsmöglichkeit und Mittagessen. Unser Tagesziel ist der Vulkan Khorgo, der in einer faszinierenden Landschaft in der Nähe des Sees Terkhiin Tsagaan Nuur (Weißer See) liegt. Hier können Sie wandern und die schöne Gegend genießen.
Ein Reitausflug in die herrliche Umgebung ist geplant (je nach Interesse reiten oder wandern). Eine Tageswanderung führt uns auf den Vulkan Khorgo mit herrlichem Rundblick in die ursprüngliche Landschaft.

Zwei Übernachtungen im gemütlichen Ger Camp.
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

5. und 6. Tag - Jargal Sum - Nomadenfamilie.
Fahrt nach Jargal. Dort sind wir die nächsten 2 Tage zu Gast bei einer Nomaden-Familie (Malchid, wie sie sich in der Mongolei selbst nennen - Viehzüchter).
Wir haben Einblick in ihre besondere Lebensweise. Ihre bewegliche Behausung - das Ger - lässt sich leicht ab- und aufbauen. Die Nomaden haben gerade so viel Hausrat, dass sich alles gut verpacken und transportieren lässt, wenn sie bis zu vier Mal im Jahr umziehen. Sie leben in einem Sommercamp, das dem Sommerweideplatz der Tiere entspricht und in einem Wintercamp, das in einem besonders geschützten Gebiet liegt, so dass sich Menschen und Tiere vor den eisigen Temperaturen und den Schneestürmen schützen können.
Sie haben Gelegenheit auszureiten.

2 Übernachtungen bei der Familie. Übernachtung in Zelt
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

7. und 8. Tag- Fahrt über Murun zum Khuvsgul-See
Im Norden der Mongolei befindet sich der Khuvsgulsee - der kleine Bruder des Baikal-Sees.
Durch hügelige Steppengebiete fahren wir zum Khuvsgul-Nationalpark, der wegen seiner einzigartigen Naturschönheit und Reichtum an Fauna und Flora ein geschütztes Gebiet ist. Hier befindet sich der Khuvsgul-See. Er wird auch ‚Perle der Mongolei’ genannt und bildet das größte Süßwasserreservoir der Mongolei. Unterwegs kommen wir durch die Provinzhauptstadt Murun und kaufen dort für den weiteren Verlauf der Tour auf dem Mark frische Lebensmittel ein. Weiter geht es über das Dorf Khatgal zum See. Das klare Wasser ist eisig, im Westen säumt sein Ufer ein Panorama aus hohen Bergen, dahinter die Taiga.
Am nächsten Tag können Sie wandern: Sie erkunden das Dorf Khatgal. Ein Weg vom Camp aus führt am Ufer des Sees dorthin.
Eine mehrstündige Wanderung in die hügelige Taiga mit den typischen sibirischen Lärchen und reicher Fauna und Flora führt hinauf zu einem wunderschönen Aussichtspunkt von dem aus wir einen großen Teil des Khuvsgulsees überblicken können.

Optional: Schiffsfahrt mit der Sukhbaatar (je nach Fahrplan)
Reit-Ausflug

Übernachtung in Ger Camp
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

9. Tag- Heilwasserquelle - Khutag-Undur.
Rückfahrt Richtung Bulgan Aimag. Wir bleiben heute im grünen wunderschönen Khutag Undur, wo es Heilquellen gibt, die wir genießen können.

Übernachtung in Zelt am Fluss
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

10. Tag – Amarbayasgalant - Klosterbesuch. 
Unser Tagesziel ist das einmalig gelegene Steppen-Kloster Amarbayasgalant. Es wurde zwischen 1726 und 1736 zu Ehren des verstorbenen ersten Vertreters des Buddhismus in der Mongolei, Zanabazar, gebaut. Das Kloster ist in ganz Asien für seine erstaunliche Architektur berühmt. In der gesamten Anlage befindet sich kein einziger Nagel. Der gesamte Gebäudekomplex wird ausschließlich durch eine Holzkonstruktion zusammengehalten. Besichtigung.

Übernachtung in der Nähe des Klosters im Camp
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

11. Tag- Darkhan
Am Morgen fahren wir nach Darkhan. Hier können wir im Markt gut einkaufen.

Übernachtung in Hotel
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

12. Tag - Fahrt nach Sukhbaatar.
Nach dem Frühstück brechen wir auf zur Grenzstadt Sukhbaatar. Unterwegs halten wir am Mutterbaum - einen heiligen Ort. Wir können hier in einem kleinen Ritual für die sichere Reise danken und um eine gute und sichere Weiterreise bitten.

Übernachtung im Hotel
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

13. Tag – Stadt Sukhbaatar  - Ausreise aus der Mongolei
Um 7:00 Uhr Fahrt mit dem Bus von Sukhbaatar, der mongolischen Grenzstadt nach Kyachta, der russischen Grenzstation. Die Einreiseformalitäten werden direkt an der Grenze erledigt. Sie werden von Ihrem Mongolischen Guide begleitet, der Ihnen dabei behilflich ist. Kyachta, die russische Grenzstation, erreicht der Bus um 10:00 Uhr.

In Kyachta werden Sie von unserem russischen Team abgeholt und fahren mit dem Auto weiter.
 

13. Tag - Russland – Einreise
Abholung von der Grenze in Kyachta. Wir besuchen ein sehr interessantes Sibirisches Museum, es ist das älteste in der ganzen Gegend.
Nach dem Mittagessen Fahrt nach Ulan-Ude, der Hauptstadt der Republik Burjatien.

Fahrt: 228 km, Asphaltstraße
Übernachtung im Hotel Geser in Ulan-Ude (4*, Doppelzimmer, Dusche/WC, ruhige Lage im Stadtzentrum)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

14. Tag – Ulan-Ude – Atsagat Tempel
Am Vormittag lernen Sie die Hauptstadt der autonomen Burjatischen Republik kennen. Wir besuchen unter anderem die Altstadt mit den wunderschön restaurierten alten Holzhäusern. Die charmante Stadt liegt in einer grünen Ebene am Zusammenfluss der Selenga und der Uda. Die Burjaten bilden die größte Volksgruppe (Indigene) in Sibirien und sind hauptsächlich in Burjatien, in der südlichen Region Sibiriens am Ostufer des Baikalsee zu Hause. Sie sind Verwandte der Mongolen und sie haben heute auch noch viele Gemeinsamkeiten: z.B. die nomadische Viehhaltung, ihre Behausungen – in der Mongolei als Ger bekannt, in Burjatien als Jurte – und ihren buddhistischen und schamanischen Glauben.
Am Nachmittag Besuch des Atsagat Tempels. Dieses interessante buddhistische Kloster ist recht bedeutend, es hat eine lange Geschichte. Ursprünglich wurde es 1825 gegründet und beherbergte einen Haupttempel, eine Bibliothek, eine Druckerei und eine Schule. 1891 besuchte Zar Nikolaus II das Kloster. Zu Beginn des 20. Jh. wurde im Kloster eine Schule der Tibetischen Medizin gegründet und wurde später berühmt. Die Schule wurde eingeführt von Agvan Dorhiyev, einem Doktor der Buddhistischen Philosophie und Lehrer des 13. Dalai Lama. Viele Heilpflanzen wurden in der Umgebung des Klosters gezüchtet.

Mittagessen mit guter burjatischer Küche unterwegs (Steppen-Nomaden)

Übernachtung im Hotel Geser
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

15. Tag – Ust Barguzin
Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Baikalsee zur Siedlung Ust-Bargusin. Unterwegs – nach ungefähr 3 Stunden Fahrt – gelangen wir zum Ufer des Baikalsees. Wenn wir das Glück haben an einem klaren Tag zu reisen, können wir von hier aus sogar die Insel Olchon inmitten des Baikal sehen.
Vorbei an der Halbinsel Svyatoy Nos (Heilige Nase) gelangen wir nach Ust Barguzin, einem Dorf mit ca 10.000 Einwohnern – die vor allem in gemütlichen kleinen typisch sibirischen Holzhäusern, umgeben von Holzzäunen (im Winter schützen sie vor Schneestürmen) und Gärten – reich an Gemüse und Blumen – leben.
Wir besuchen Familien die uns mit einem traditionellen burjatischen Mahl empfangen. Wir haben die Möglichkeit einiges über Burjatische Sitten und Bräuche zu erfahren und vielleicht haben Sie Lust, in einem kleinen Kochkurs burjatische Pozy (gefüllte gedämpfte Teigtaschen) zuzubereiten.

Russische Banja (Sauna).

Übernachtung bei einer Familie (komfortable Gästezimmer, gemeinsames Bad: Dusche/WC)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
ca 270 km Fahrt mit unserem Mini-Bus, ca 5 Stunden Fahrzeit


16. Tag – Barguzin Tal

Das Barguzin Tal – wir fahren weiter nach Norden – ist bekannt für die Geschichte um Chinggis Khan. Seine Mutter, Hoelun, soll hier seine Geburt vorhergesehen haben. Sie war ein Mitglied des Olhunut Stammes und wurde mit einem Mann vom Stamm der Merkit verlobt. Auf dem Weg in dessen Lager wurde sie aber von Yesugei – Chinggis Khan’s Vater – entführt. Die Stammesrivalität setzte sich bis 1189 fort als Chinggis Khan die Merkitstämme unterjochte und eine Eroberungszüge begann.
Um zum Barguzin Tal zu gelangen fahren wir zuerst über den Barguzin Fluss – einen eindrucksvollen breiten tiefblauen Fluss, der ruhig vor dem Baikalsee zuströmt. Es gibt keine Brücke sondern wir fahren mit der Autofähre. Im Winter ist der Fluss oft zugefroren und man kann hinüberfahren, und im Frühjahr wenn der Barguzin Fluss noch nicht eisfrei ist, kann das Barguzin Tal zeitweise vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten sein – die Fähre kommt noch nicht durch das aufbrechende Eis.

Das Barguzin Tal ist besonders bekannt für seine vielfältigen Landschaften und eine Reihe von heiligen Stätte wie die legendären heiligen Bukhe-Shuluun Felsen, für die zahlreichen Mineralien und für heiße Quellen. Am wichtigsten ist aber wohl das kulturelle Erbe der Burjaten und Ewenken. Das Barguzin-Tal erstreckt sich über 125 Meilen von Norden nach Süden und ungefähr 22 Meilen an seiner größten Breite - ein großes Becken.
Wir fahren das Tal hinauf um die Sachsenburg zu besuchen, eine bizarre Felsformation, den Bukhe-Shuloon Felsen, den Ininsky-Felsengarten und Sanddünen! Im Hintergrund sehen wir das Bergpanorama des Barguzin Hochgebirges, das sich entlang des Fluss-Tales erstreckt. Eine überaus interessante Landschaft mit der sibirischen Taiga – Nadel-Wald, Steppe und Sanddünen! Birken und Espen wachsen vor allem im Tal in Flussnähe, Kiefern, Zedern und sibirische Lärche an den Hängen des Gebirges.
Im Dorf Baturino – einem typisch sibirischen Dorf mit vielen Holzhäusern (traditionelle Blockhäuser mit Schnitzereien) gibt es eine hübsche kleine Kirche.
Abends erreichen wir den Ort Kurumkan.

Übernachtung im Hotel Ilikchin, ein kleines 3* Hotel mit schönem Garten (DZ, Dusche/WC)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

17. Tag  – Alla – Schlucht und Wasserfall – Arshan Thermalquellen – Schamanisches Ritual
Heute fahren wir nach Alla – einem Dorf im Barguzin-Tal deren größte Bevölkerungsgruppe die der Ewenken bildet. Die Ewenken sind ein Indigenes Volk Sibiriens, das heute meist sesshaft lebt, traditionell aber ein Volk der Rentiernomaden war! Besuch des Museums im Ewenkischen Kulturzentrum vom Alla. (gegen eine Spende von 5 Euro/Person an das Kulturzentrum)
Wir besuchen die Schlucht am Wasserfall von Alla und die heißen Quellen von Arshan.
Rückfahrt nach Kurumkan.

Übernachtung im Hotel wie am Vortag
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

18. Tag – Rückfahrt nach Ust Barguzin
Unterwegs besuchen wir den Yang-Jima Schrein und sind dann wieder bei unseren Burjatischen Familien in Ust Barguzin zu Gast.
Ein paar Stunden südlich von Kurumkan liegt ein Platz mit dem Namen Yang Jima. Genießen Sie einen kurzen Spaziergang zu dem kleinen heiligen Ort, der auf einem Felsblock liegt. Hier wurde ein Bild gefunden, das wohl eine weibliche Gottheit zeigt und es wird angenommen, dass ein Besuch des Ortes Frauen den Segen der Göttin gibt und ihnen Problemlösungen schickt. Der Weg führt an Bäumen vorbei die reich mit Khadags (blaue und bunte Seidentücher) geschmückt sind.
Nach dem Besuch des Yang Jima-Schreins fahren wir weiter zu einem kleinen Dorf, um uns mit dem örtlichen "Schmied" zu treffen – einem Schamanen (Blacksmith Shaman). Eine sehr interessante Begegnung! In ihrem geweihten Schmiedegelände werden die Schamanen ein besonderes Ritual für die Gottheiten der Berge  und Täler abhalten, oft wird dabei ein wenig Milch oder Vodka geopfert.

Übernachtung bei den Gastfamilien
Frühstück, Mittagessen, Abendessen

 

19. Tag – Halbinsel Heilige Nase und die heißen Quellen der Schlangenbucht
Wir fahren nur eine kurze Strecke bis zur Halbinsel Svyatoy Nos, über die Chivirkuy Bucht und die Zmeinaya Bucht. Teilweise geht es über einen richtig rauen Schotterweg. In diesem Küstenabschnitt sieht man manchmal Bären – halten Sie Ihre Augen offen.
An der Küste ist es Zeit für eine Wanderung bis zur Schlangenbucht (Zmeyovaya). Hier finden Sie zwei heiße Mineralquellen vor, die eine wunderbare Erholung für Ihre Muskeln bieten. Die Quellen sind wirklich richtig heiß (eine ca 54 Grad, die andere etwas ‚kühler’) – Vorsicht ist geboten! Ein Bad im Baikalsee bringt Erfrischung.
Wer die Strecke nicht zu Fuß zurücklegen möchte – es wartet auch ein Boot auf uns.
Ein Stückchen weiter – 20 Minuten zu Fuß oder ein paar Minuten mit dem Boot – befindet sich unsere Unterkunft für die Nacht: ein schwimmendes Hotel mit einem kleinen Restaurant in Ufernähe einer schönen Bucht. Die Banja des Hotels ist besonders gut und man kann direkt anschließend ins kalte Wasser des Baikal tauchen.

Übernachtung auf dem Schiff (einfach)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen

 

20. Tag – Ushkanyi Inseln/Schutzgebiet – Bootstour über den Baikalsee – Insel Olchon
Nach dem Frühstück unternehmen wir einen Ausflug zum Schutzgebiet der Ushkanyi Inseln. Hier leben Nerpas – die Baikalrobben – eine endemische Art und die einzigen Süßwasserrobben der Welt. Es ist immer noch ein Rätsel, wie sie hierher gekommen sind, es wird vermutet, dass der Baikalsee vor langer Zeit mit den Ozeanen verbunden war.
Die Ushkanyi Inseln sind streng geschützt und liegen im Zabaikalsky Nationalpark – eine Sondergenehmigung erlaubt wenigen Besuchern den Eintritt (zahlenmäßig begrenzt) deswegen muss unser Besuch frühzeitig angemeldet werden!
Wir steigen am Ufer aus und wandern begleitet von einem Nationalpark Ranger durch einen Pinienhain zum Beobachtungspunkt. In einem Versteck hinter einem Tarnnetz, um die Nerpas nicht zu stören, können wir die Tiere beobachten, wenn es keine starken Wellen gibt. Die Robben sind extrem scheu. Aufgrund der strengen Schutzmaßnahmen wurden die Besucherzahlen drastisch reduziert. Die kegelförmigen Tiere kommen nur aus dem Wasser, wenn sie sich völlig ungestört fühlen und wenn das Wetter schön ist. Wenn es bewölkt oder regnerisch ist werden wir wahrscheinlich nur ihre Köpfe im Wasser auftauchen sehen.
Anschließend Überfahrt über den Baikal zur Insel Olchon. An Bord genießen Sie ein Bankett der besonderen Art: eine traditionelle Delikatesse aus dem Baikalsee: den Omul, ein weißer Fisch aus der Familie der Lachse, ebenfalls eine endemische Art.

Übernachtung im Gästehaus

Fahrt per Boot zu den Ushkanyi Inseln ca 2 Stunden
Überfahrt per Boot zur Insel Olchon ca 5 Stunden
Frühstück, Mittagessen, Abendessen


21. Tag – Kap Khoboy – Khushir
Wir erkunden den spektakulären Norden der Insel. Olchon ist die größte von ca 30 Inseln im Baikalsee. Natürliche Monumente ragen majestätisch an der Nordküste der Insel auf. Eine hohe Steilküste bietet atemberaubende Blicke über den See.
Die ganze Insel ist von vielfältiger Vegetation: Taiga und Steppe, sogar Wüstenlandschaften. Ganz besonders geheimnisvoll ist der Lärchenwald am Westufer , und in der Mitte der Insel befindet sich ein großer Kiefernwald, durchzogen von prächtigen Azaleen-Sträuchern. Im Frühjahr blühen Anemone, Küchenschelle und Iris! Die Besiedlungsgeschichte der Insel reicht weit zurück. Die Ureinwohner waren Kurykans, Vorfahren der heutigen Burjaten und Jakuten. In einer Bucht wurden Reste einer Siedlung aus der Altsteinzeit gefunden.

Das Kap Khoboy ist die nördlichste Spitze von Olchon – eine bizarre Klippenlandschaft von Lärchenwäldern durchzogen lädt zum Verweilen ein. Noch immer kommen Menschen hierher um die besondere Kraft des Platzes zu spüren und lange zu meditieren. Wir besuchen auch das Kap Sagan-Khushun an der Westküste – es bedeutet Weißer Umhang – aufgrund seiner bemerkenswerten weißen Marmor-Klippen, die steil in den See abfallen. Die Klippen sind bedeckt mit roten Flechten, die einen auffallenden Kontrast darstellen.
Am Abend fahren wir in das Dorf Khushir wo wir in einem schönen komfortablen Gästehaus übernachten – nicht weit entfernt vom Schamanenfelsen.

Übernachtung im Gästehaus (Doppelzimmer, Dusche/WC)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen

 

22. Tag – Khushir – Irkutsk
Am Vormittag erkunden wir Khushir und die Umgebung. Viele Mythen und Legenden erzählt man sich über die Insel. Für die indigenen Burjaten ist die Insel ein spiritueller Ort und in der Nähe von Khushir befindet sich das bekannteste Wahrzeichen – der Schamanenfelsen. Früher wurden hier religiöse Opfer dargebracht. Burkhan, der Herr der Insel, Ugute-noion – er soll in einer Höhle im Felsen gewohnt haben. Der Schamanenfelsen wird von Buddhisten und Schamanen gleichermaßen als einer der 9  asiatischen heiligen Orte (Felsen-Tempel) angesehen. Der Burkhan / Schamanenfelsen wurde einmal vom Dalai Lama besucht. Beim Spaziergang zum Schamanenfelsen erfahren Sie noch viel Interessantes über diesen Ort.
Abschied von Khushir und Rückfahrt aufs Land. Die Fährüberfahrt dauert 20 Minuten, dann geht es weiter nach Irkutsk.

Übernachtung in Irkutsk im Hotel (3*, Doppelzimmer, Dusche/WC)
Fahrt 20 Minuten Autofähre, 4 Stunden Fahrt bis Irkutsk
Frühstück, Mittagessen
 

23. Tag – Abreise
Frühstück, Transfer zum Flughafen

Verlängerungsmöglichkeit: 1 zusätzlicher Tag in Irkutsk (auf Anfrage)

Preis: 
3.865,00 Euro
Leistungen: 

Übernachtungen wie im Programm ausgewiesen
- Hotel 3* in Ulaanbaatar und Erdenet, 4* in Ulan-Ude, 3* in Irkutsk (DZ, Dusche/WC)
- Gästehäuser lt. Programm (DZ, Dusche/WC, wenn nicht anders ausgewiesen im Programm)
- bei Familien lt. Programm (Gästezimmer, gemeinsames Bad), Ger-Camp, Zelt
deutschsprachige einheimische Reiseleitung
alle Transfers im Land lt. Programm, Fährüberfahrten, Bootstouren
Eintritte lt. Programm
Ausflüge und Besichtigungen lt. Programm
Vollverpflegung (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) – soweit im Programm pro Tag ausgewiesen
Naturschutzgebühren
SympathieMagazin „Mongolei verstehen“ und „Russland verstehen“

Nicht im Preis enthalten: 

*Internationale An- und Abreise
Visum für Russland und Krankenversicherung (ca 80 Euro)
Zusätzliche Mahlzeiten, die nicht im Programm ausgewiesen sind, alkoholische Getränke
Treffen mit Schamanen

Einzelzimmerzuschlag: 
auf Anfrage (in Homestays kann kein Einzelzimmer erwartet/garantiert werden)
Anreise: 

Internationaler Flug z.B. mit Aeroflot von Frankfurt nach Ulaanbaatar und Rückreise ab Irkutsk nach Frankfurt

Reiseleitung: 

Orgilmaa in der Mongolei und Elena in Russland und Burjatien.

Termine / Preise

Juli bis August 2018
Reisedauer: 
23 Tage
Min. Teilnehmer: 8
Max. Teilnehmer: 12
Preis: 
3.865,00 Euro
Atmosfair
Klimarelevante Emissionen des Fluges: 
Flug FRA - ULN: 3.165 kg CO₂ und Flug IKT - FRA: 2.895 kg CO₂
Freiwillige atmosfair-Spende für diese Reise: 
73,00 Euro und 67,00 Euro

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Kia Ora bringt Ihnen das Leben der indigenen Völker näher – in der Mongolei, in Russland, Nepal und Kanada. Unsere Begegnungsreisen mit Wanderungen oder Reittrekking sind immer mit einheimischer und deutschsprachiger Reiseleitung. Immer in kleinsten Gruppen. Immer im Einklang mit den Menschen vor Ort. Immer umweltschonend, nachhaltig und fair. Und immer faszinierend.