Ladakh

Obwohl Reisen nach Ladakh immer beliebter werden, ist es immer noch nicht leicht dort unterwegs zu sein. Ein altes Sprichwort sagt: „Wenn ein Tal nur über einen hohen Pass zu erreichen ist, kommen lediglich gute Freunde oder schlimme Feinde“. Was Jahrhunderte für Ladakh galt, ist heute längst überholt – nicht nur weil seit längerem ein Flugzeug den hohen Pass in 1,25 Stunden von Delhi überwindet. Durch die abgeschiedene Höhenlage ist die Anreise trotzdem nicht einfach – wer aus dem Flugzeug steigt, schnappt erst mal auf Lehs 3.500 m hoch gelegenem Flugplatz nach Luft, und die Anreise über Land braucht aus Delhi über Manali immer noch mindestens 3 Reisetage. Die Herzlichkeit und Wärme der Ladakhis, die atemberaubenden Gesteinsformationen, die spirituelle Atmosphäre der Klöster – alles das entschädigt jedoch mühelos für die Anstrengung, die mit einer Reise in den indischen Himalaya verbunden ist.

(Quelle: Nana Ziesche, Yangla-Tours)

Flora und Fauna: 

Die Tierwelt ist ähnlich wie in Zentralasiens und teilweise auch in Tibet. Im Sommer rasten hier viele Zugvögel. Finken-, Drossel- und Rotschwanzarten sowie der Wiedehopf sind zu finden. Die Braunkopfmöwe sucht die Wasser des Indus und Seen Changthangs auf.
Der seltene Schneeleopard lebt im Hemis-Nationalpark ebenso wie Eurasische Luchse und tibetische Wölfe. Pfeifhasen, Wühlmäuse, Murmeltiere und Tibetfüchse als Feind der erstgenannten, leben in enger Nachbarschaft.

Rost- und Streifengänse sowie die seltenen Schwarzhalskraniche sind an den Gewässern Ladakhs beheimatet, ebenso Tibetkönigshühner, Chukarhühner und Rabenvögel, Bartgeier und Steinadler.

Vor allem leben im Westen von Ladakh Blauschafe und Sibirische Steinböcke, ebenso sind Argalis hier nicht selten 400 Tieren. Tibetantilopen und Tibetgazellen kommen in Ladakh ebenso vor. In Konkurrenz um die Weidegründe leben die Kiang mit den Nomaden.

In der Pflanzenwelt sind besonders Sanddorn, Kümmel, Nesselgewächse und Wildrosen zu finden. Kapern, Katzenminzen, Kugeldisteln, Meerträubel, Rhabarber, Wucherblumen und die Steppenraute wachsen in Ladakh. Wacholder wächst wild und in kultivierten Landschaften. Schwarz- und Balsam-Pappeln, Maulbeeren, Walnuss, Weiden und Ulmen sowie Robinien und Zypressen sind anzutreffende Bäume.
(Quelle: Wikipedia)

Klima: 

Ladakh ist ein sehr trockenes Gebiet (vergleichbar mit der Sahara), da die Hauptkette des Himalaya verhindert, dass die indischen Sommermonsune bis nach Ladakh durchdringen. Die kalten Winter sind nicht schneereich, jedoch sehr windig. Der Niederschlagsmangel wird durch Bewässerung ausgeglichen. Im Indus- wie im Zanskar-Tal und genauso in den Nebentälern des Suru, des Nubra oder Shyok wurden fruchtbare Oasen geschaffen, die Getreide und Gemüse gedeihen lassen. Die Oasen sind häufig Eigentum von Klöstern und werden von diesen bewirtschaftet.
(Quelle: Wikipedia)

Leider wirkt sich der Klimawandel auf Ladakh sehr aus. Die Niederschläge – vor allem des Monsuns – sind drastisch zurückgegangen. Nach Berichten der örtlichen Bevölkerung sind Seen in den letzten Jahrzehnten stark ausgetrocknet und zu Salzseen geworden. Es gibt dort keine Fische mehr, die Tiere finden kaum noch Wasser zum Trinken. Viele Gebiete in größeren Höhenlagen sind daher kaum noch bewohnbar. Die Menschen und Tiere haben keine Lebensgrundlage mehr. Gletscher existieren aufgrund der fehlenden Niederschläge oft ebenso wenig, wie sich die Seen nicht mehr ausreichend füllen.

(Quelle: Wikipedia)

Religion: 

Hauptsächlich tibetischer Buddhismus.

Geld/Zahlungsmittel: 

Die einheimische Währung sind Rupien, ca. 70 Rp = 1 Euro. Reiseschecks sind empfehlenswert (Euro). Bargeld ist ebenfalls gut zu tauschen, bei Diebstahl allerdings nicht versichert. Es ist nicht nötig, Rupien in der BRD zu kaufen. Im internationalen Flughafen sind Wechselstuben, die rund um die Uhr geöffnet haben und zu einem nicht ganz so guten Kurs wechseln. Wir empfehlen, ca. 50 Euro zu tauschen, dann hat man schon mal was. Kreditkarten sind in Indien gut nutzbar, nur in Ladakh werden sie als Bezahlung nur in größeren Souvenirgeschäften angenommen oder mit hohen Gebühren beim Abheben von Bargeld belastet. Es gibt in Leh inzwischen ausreichend ATM-Automaten und viele Geldwechselstuben, die ohne lange Wartezeiten zu einem ordentlichen Kurs Bargeld und Reiseschecks wechseln.
ACHTUNG: in Zanskar gibt es keine Geldwechselmöglichkeiten!

Trinkgeld: 

Natürlich möchte jedeR gerne wissen, was ein übliches Trinkgeld ist. Leider ist diese Frage nicht leicht zu beantworten, da sich Ladakhis immer gerne mit einem „As you like“ aus der Affäre ziehen. Die tatsächlich gegebenen Trinkgelder haben auch eine sehr große Spannbreite. Als Arbeitsanerkennung hat das Trinkgeld jedoch eine wichtige Funktion.
Unser Tipp: 50,- bis 60,- Euro pro Reiseperson bei einer 3wöchigen Reise ist ein guter Anhaltspunkt und kann nach Gefühl und Arbeitsleistung auf Gepäckträger, Trekkingbegleitteam, Taxifahrer, Führer etc. verteilt werden. Im Restaurant kann man Rechnungsbeträge aufrunden. Oder man rechnet 100-200 Rs. pro Tag für Leute wie Taxifahrer, Guides etc.

Elektrizität: 

In Ladakh gibt es Strom. Allerdings nicht überall und zu jeder Zeit. In Dörfern abseits der Hauptstraße ist entweder keiner oder es können Glühbirnen mit Solarzellen zum Leuchten gebracht werden. In Leh ist der Strom fast täglich für mehrere Stunden unterbrochen. Internet-Cafes und gute Hotels benutzen zur Überbrückung oft knatternde laute Generatoren. Wer mit Digitalkamera reist, sollte genügend Akkus mitnehmen und so oft aufladen wie möglich. Die Stecker passen ohne Adapter in die Steckdosen.

Telefon: 

In Ladakh gibt es nur in Leh und den größeren Orten Telefone. Internetcafes sind in Leh und Padum. Deutsche Mobiltelefone funktionieren nicht. Indische SIM-Karten funktionieren nur teilweise – die Neuerwerbung einer in Ladakh funktionierenden SIM-Karte ist mit großem bürokratischen Aufwand verbunden und lohnt sich nicht. Ein Grund ist die Grenznähe zu Pakistan und Tibet. Aber wer unbedingt von unterwegs daheim anrufen möchte, könnte seinen Guide nach seinem Handy fragen, wenn dieses die Gesprächskosten aufzeigt. Handytelefonate sind in Indien nämlich recht kostengünstig. Noch ist der Empfang nicht flächendeckend, von daher ist es für Notfälle am besten, die Daten unseres Partnerbüros daheim zu notieren, von dort kann man Ihnen am ehesten eine Nachricht übermitteln, wenn Sie in Gegenden ohne Empfang unterwegs sind. Satellitentelefone sind völlig verboten, man darf sie nicht einmal einführen und riskiert dabei eine Strafe.

Hinweise für die Packliste: 

Hier finden Sie die Ausrüstungsgegenstände, die für jede Reise nach Ladakh von Vorteil sind. Wird im Frühjahr oder Herbst gefahren, müssen wärmere Sachen mitgenommen werden als in den Sommermonaten Juli und August. Wer keine Trekkingtour mitmacht, kann auf die diesbezüglichen Gegenstände verzichten. Ob Rucksack, Reisetasche oder Koffer für das große Gepäck mitgenommen wird, ist Geschmackssache, zum Trekken eignen sich alle Behälter gleich gut. Die Wege zur und von der Unterkunft sind oftmals nicht kofferrollenfreundlich, jedoch bringt das Taxi einen meist vom Flughafen bis zur "Haustür".

guter Schlafsack (bis ca. 0° C; auch im Sommer), evtl. Innenschlafsack
gut eingelaufene, knöchelhohe Trekkingstiefel
Turnschuhe oder Trekkingsandalen als Ersatz, evtl. Badeschlappen
feste lange Hose, leichte lange Hose
warme Unterwäsche (für Frühjahr und Herbst)
wind- und regendichte Jacke, dicker Pullover (z.B. Fleece)
Wandersocken
Sonnenhut (sehr wichtig!)
Mütze/Stirnband, Schal/Halstuch, evtl. Handschuhe
Tagesrucksack für Kamera, Trinkflasche, Pullover etc. bei Tagesausflügen oder bei der Trekkingtour
Wasserflasche (mind. 1 Liter), evtl. 2. Trinkflasche
Micropur oder Wasserfilter
Sonnencreme/Sunblocker, Lippenschutz, gute Sonnenbrille / Gletscherbrille
Trinkbecher, Sitzunterlage, Taschenmesser, Nähzeug, Sicherheitsnadeln,
Taschenlampe, Feuerzeug
Bauchbeutel für Papiere und Schecks
evtl. Photoapparat (mind. 1 Film/Speicherkarte/Akku mehr als geplant), evtl. Fernglas, evtl. Aufnahmegerät
Handtücher (Guesthouse, Homestay, Trek), Toilettenartikel, fetthaltige Creme, für
Geräuschempfindliche Ohrenstöpsel, evtl. feuchte Reinigungstücher/Sagrotan
persönliche Medikamente
Kopien von Reisepass und Visum bzw. Scans im Notebook o.ä.

Gesundheit / Medizinische Hinweise: 

Impfungen sind nicht vorgeschrieben, werden also nicht per Impfzeugnis kontrolliert. Empfohlen sind Impfungen gegen Hepatitis, Tetanus, Polio und evtl. Typhus. Spätestens 6 Wochen vor Reiseantritt sollte diesbezüglich der Arzt/die Ärztin aufgesucht werden. Empfohlen wird ebenso ein allgemeiner Gesundheits-Check sowie eine Beratung bei  speziellen körperlichen Problemen.

Malaria-Prophylaxe ist für Ladakh nicht erforderlich, weil die Überträger in der Höhe nicht  mehr vorkommen. Für den Weg zwischen Delhi und Ladakh ist man mit einem guten Antimückenmittel besser beraten als mit den nicht 100%ig sicheren Malaria-Prophylaxe- Mitteln, die z.T. heftige Nebenwirkungen hervorrufen.

Höhenkrankheit: Theoretisch braucht der Körper pro 1.000 Höhenmetern eine Anpassungswoche. Demnach ist man in Leh auf 3.500 m Höhe erst nach 3,5 Wochen fit. Wieder Körper mit Höhe umgeht, ist genetisch bedingt. Alter, Fitness, Körpergewicht etc. haben keinen Einfluss darauf. Wir raten bei einer Anreise per Flugzeug: Unbedingt 24 Stunden Ruhe einhalten Höhenbedingte Kopfschmerzen lassen sich mit Ibuprofen lindern. Bei weiteren Symptomen wie Schlaflosigkeit, Halluzinationen, Schwindel und Herzklopfen muss unbedingt gehandelt werden und zwar entweder durch Abstieg oder ein Sauerstoffzelt. Im Militärkrankenhaus in Leh befindet sich eines.

Magen- und Darmerkrankungen: In Indien gibt es einige sehr böse Krankheitserreger wie Lammlien und Amöben (diese fehlen glücklicherweise in Ladakh). In den meisten  Restaurants ist die Hygiene nicht zu beanstanden. Zur Vermeidung von lästigen Magen- und Darmerkrankungen empfiehlt es sich jedoch, auf rohe Salatzutaten zu verzichten, wenn nicht ganz sichergestellt ist, dass diese mit keimfreiem Wasser gewaschen wurden. Auch ist häufiges Händewaschen eher von Vorteil.

Für das Trekking in Ladakh sollten Wasserreinigungsmittel (Micropur forte, SteriPEN oder Wasserfilter) benutzt werden oder man läßt sich morgens Wasser abkochen. Viele (auch westliche) Medikamente können in ganz Indien preiswert gekauft werden. Die Versorgungslage in Ladakh mit Amchis sowie nach westlichen Methoden praktizierenden ÄrztInnen ist gut.

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