Die Tofalaren (Eigenbezeichnung: Tofa, Tofalar, russisch Тофалары/Tofalary) sind ein Indigenes Volk in Russland. Sie sind die Nachfahren von Keten, Mongolen und Samojeden.  Die Tofa leben westlich des Baikalsees, im Raion Irkutsk. Bis zum ca 17. Jahrhundert sprachen sie eine ugrische Sprache, ähnlich der ihnen benachbarten Völker. Aufgrund ihrer heutigen Turksprache werden die Tofalaren den sibirischen Turkvölkern zugerechnet.

Sie werden auch eng mit den „Tyva“ in Verbindung gebracht, und als Verwandte der im nordöstlichen Tuwa lebenden rentierzüchtenden Todscha-Tuwiner. Die Tofalaren sind heute noch größtenteils Animisten, russische Missionare wollten sie im 19. Jh. zum Christentum bekehren, was jedoch nur oberflächlich erfolgte.

Heute gehören die Tofa zu den sog. 'Kleinen Völkern des Nordens' und sind ein in ihrer Existenz bedrohten indigenen Völker Sibiriens. Sie sind Mitglied im Dachverband der Indigenen Völker Russlands und Sibiriens - RAIPON. 2002 gab es nur noch ca 840 Tofalar und nur noch die Hälfte von Ihnen sprachen Tofalarisch.

Ihre Lebensgrundlage waren und sind Rentiere, aber auch Jagd und Fischfang. Tofalar halten aber auch Pferde. Früher dienten ausschließlich Rentiere zum Reiten und für den Transport.
Sehr schön sind ihre Arbeiten aus Holz und Birkenrinde (Gefäße, Körbe usw. zur Vorratshaltung) sowie Lederarbeiten (Taschen, Sattel usw.). Sie verarbeiten auch die Milch der Rene zu Sahne, Käse, und anderen Produkten. Im Herbst werden Beeren und Zedernnüsse gesammelt.
Das kleine Rentierzüchtervolk lebt halbnomadisch und bemüht sich darum seine Traditionen, Gebräuche und Sprache zu erhalten. Wir unterstützen sie dabei - auch durch nachhaltigen und fairen Tourismus.

Reportage des Radiosenders 'Stimme Russlands'

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tofalaren

weitere Informationen: Tofalar (nur auf Russisch)

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