Im Altai - im Westen und Nordwesten der Mongolei - lebt die größte Minderheit des Landes, die Kasachen. Eine kulturelle Besonderheit ist die Jahrhunderte alte Tradition der Jagd mit dem Adler. Die Berkuchi, wie sie sich nennen, die mit dem Steinadler jagen, leben in einem kargen Gebiet mit sehr spärlicher Vegetation im Altai-Gebirge. Die Kasachen, ein turksprachiges Volk, sind zum großen Teil Moslems. Sie leben teilweise in kasachischen Gers (Jurten), die eine etwas andere Form haben als die mongolischen Gers, oder sie leben in festen Häusern aus Lehmziegeln. Die Kasachen des Altai sind halbnomadisch oder leben sesshaft. Dennoch haben sie eine in jeder Hinsicht einzigartige Kunst bewahrt - die traditionelle Jagd mit dem Adler. Der 'Goldene Adler', wie er auch genannt wird, wird als Jungtier in die Familie des Berkuchi geholt und wächst wie ein Familienmitglied auf. Er wird ernährt, trainiert und verehrt. Schon 5000 Jahre alte Felszeichnungen zeugen von der Kunst der Adlerjagd, die die Ahnen beherrschten. Die Adler werden nach 4-5 Jahren wieder freigelassen, solange sie selbst noch "eine Familie gründen" und Junge aufziehen können.

Gejagt werden mit den Adlern vor allem Füchse und Hasen. Aus dem Fell der Füchse stellen die Kasachen ihre Kleidung und vor allem die im harten kalten Winter unerlässlichen Mützen her, die jedem Sturm in dem kargen Gebirge trotzen.

Natürlich halten die Kasachen auch Schafe und Ziegen sowie Pferde. Die Wolle der Schafe bringt der Familie Geld ein, die Milch - im Sommer hier ein Grundnahrungsmittel - wird zu Sahne, Butter, Käse und Quark verarbeitet. Vor allem im Herbst wird das eine oder andere Schaf geschlachtet, dann hat die Familie Fleisch um sich für den harten Winter zu rüsten und einige Vorräte einzufrieren.

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