Essen in der Mongolei - Teil II

Wenn man in die Mongolei reist, beginnt der Aufenthalt meistens mit einem Tag in Ulaanbaatar. Das ist gut, um nach der langen Reise auszuruhen und erstmal anzukommen. Frühstück im Hotel - das bedeutet bei unseren Reisen ein reichhaltiges Buffet mit warmen und kalten Speisen. In dem von uns bevorzugten Hotel werden dazu Eierspeisen ganz nach individuellem Wunsch und Geschmack frisch zubereitet. Auf einer Rundtour durch die Stadt kehren wir mittags in einem guten mongolischen Restaurant ein. Gefüllte gedämpfte Teigtaschen (Buuz) oder frittierte Teigtaschen (gefüllt mit Fleisch oder Gemüse) sind sehr lecker. Dazu gibt es Salat. Suppen sind ebenfalls prima: mit ganz kleinen Teigtaschen oder mit Nudeln zubereitet.

Gäste werden bewirtet mit 'weißen Speisen' und Gebäck
 

Die Mongolen essen auch sehr gern Leber - und zwar immer mit gebratenen Speckscheiben - Schafsfett. Da sollten wir Europäer uns erstmal vorsichtig herantasten, denn so viel Fett sind wir nicht gewöhnt und die meisten mögen den Geschmack dieser mongolischen Delikatesse nicht. Die Mongolen trinken zum Essen allgemein Tee oder auch Milchtee. Wir finden das sehr empfehlenswert, denn ein warmes Getränk passt zu den deftigen Mahlzeiten sehr gut dazu und machen es gut bekömmlich.
Auf unseren Reisen wird täglich gekocht. Unsere Guides - und bei größeren Gruppen ein Koch - können inzwischen sehr gut kochen und verwenden so weit es geht frische und regionale Zutaten. Dazu gehören auch Kartoffeln, Möhren, Kohl, Zwiebeln. Obst ist seltener erhältlich - in Ulaanbaatar bekommt man alles, auf dem Land sind Äpfel eine Rarität. In den Dörfern wirklich selten, in den Provinzstädten auf dem Markt zu bekommen, aber nur zu bestimmten Jahreszeiten.
Dagegen haben wir auf unserer ersten Gobi-Tour entdeckt, dass in manchen Dörfern Gemeinschaftsgärten angelegt wurden, die gemeinsam bewirtschaftet werden. Besonders junge Leute sind dort tätig und präsentieren stolz zum Beispiel Tomaten und Melonen. Die Melonen sind klein - aber köstlich.

Faszinierend sind die reichen Vorkommen an Beeren. Der Spätsommer und Herbst hält im Norden des Landes eine Vielfalt an Preiselbeeren, Moosbeeren, Sanddorn, Heidelbeeren und anderen Beeren bereit, die köstlich sind und Vitamine liefern. Sie werden fleißig gesammelt und für den Winter eingekocht. In den zentralen und nördlichen Regionen der Mongolei bieten die Sammler am Straßenrand eimerweise Beeren an, die vor allem von den Hauptstädtern gekauft werden. Sie fahren extra hinaus aufs Land um die frischen Beeren zu erstehen. In der Stadt können sie die Beeren auch einfrieren. Auf dem Land  - hat niemand eine Tiefkühltruhe, zumindest nicht in den Jurten.
Sanddorn wird sogar angebaut und die Ernte dann zu Saft verarbeitet, den man überall kaufen kann. Wunderbar köstlicher Vitaminlieferant.

mongolisches Abendessen im Ger-Camp

Bezug zu Land: 

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