Aus meinem Tagebuch ... Teil III

In unserem eigenen Bereich zu sein - zu Gast bei der Nomadenfamilie in der mongolischen Steppe - ist erholsam. Die vielen intensiven Gerüche nach den Milchprodukten, nach Dungfeuer, nach dem Feuer draußen in der Steppe zum Vertreiben der Insekten - sind uns immer noch etwas fremd. Auch der Käse schmeckt ganz anders als wir es gewöhnt sind. Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat. Ich hätte nie gedacht, dass all das Unbekannte, Neue so stark wirken kann, denn ich hatte mich auf all diese reinen natürlichen Gerüche und Geschmäcke so gefreut! Es sind Eindrücke, die so intensiv sind, dass man sie tatsächlich erstmal verarbeiten muss. Die Hitze, die trockene Luft, die Landschaft mit dem intensiven Licht, die Tiere, der Wind. Es ist schön und gibt Behaglichkeit und Vertrauen, das Familienleben und die Arbeitsabläufe zu erleben, die Art der Menschen, die Ruhe und Gelassenheit und eine tiefe Verwurzelung mit dem Land ausstrahlen. All das ist unvorstellbar anders als wir es aus Europa kennen! Ich hatte zu Hause vermutet, dass ich vielleicht heulend in der Steppe sitzen würde - weil ich so lange dieses Land hatte besuchen wollen und nun endlich da war und die Freude mich überkommen würde - aber das das tatsächlich und überraschend und unvermittelt eintreten würde - hätte ich doch nie angenommen. :) Man ist manchmal auf sich selbst zurückgeworfen... Und dann - dann war ich da, angekommen, und es ging mir richtig gut. Vielleicht fielen jetzt endlich Stress und Hektik aus den Tagen der Reisevorbereitungen von mir ab, vielleicht setzte jetzt die Erholung ein - auch von der eindrucksvollen 5 tägigen Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn - vielleicht war ich endlich an einem Ort der uns mehr geben kann, als eine Stadt mit all ihren vermeintlichen Annehmlichkeiten... hier in der Steppe bei den Menschen sind wir Teil der Natur und werden zu Freunden...

Seitdem vermisse ich die Mongolei und ihre Menschen, wenn ich nicht dort bin, seitdem veranstalte ich Reisen in die Mongolei - um einen Teil von diesem Erleben weitergeben zu können, seidem reise ich immer wieder in dieses wundervolle Land!

Mongolischer Milchtee: ein Kessel mit heißem Wasser steht auf dem Ofen in der Mitte des Gers..., ein Beutel Tee, Milch (2 Schöpfkannen voll) kommen hinzu, dann wird der Tee in Kannen abgefüllt - jede Handbewegung ist so schön wie ein Ritual, voller Ruhe und Bedacht. 

(Gudrun und Jeannine unterwegs in der Mongolei, 2005, 
Fotos: Gudrun Conrad, Jeannine Lipowsky)

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