Aus meinem Tagebuch ... Teil I

Aus dem Tagebuch meiner ersten Mongolei-Reise...

Überall in der Steppe hatten wir heute Kraniche gesehen, sogar ein Paar mit zwei Jungen. Zieselmäuse und Steppenadler gibt es überall.
Am Abend waren wir hier bei der Nomadenfamilie angekommen. Es ist nicht die, zu der wir ursprünglich wollten, die war weitergezogen, weil das Gebiet, das sie voriges Jahr als Sommerlager hatte, dieses Jahr zu schlecht ist. Es herrscht große Hitze und Dürre, so dass das Vieh nicht genug Nahrung findet und mehr Platz braucht. Wir wurden von dieser Familie sehr freundlich aufgenommen, bekamen sofort mongolischen Milchtee und getrockneten Käse angeboten. Beides schmeckt lecker und erfrischend, der Käse dient auch als Snack, den man langsam knabbern kann.
Wir erfuhren, dass der Mann mit den Hirten zusammen zum Naadam Fest gefahren ist. Die Familie hat viele Pferde und einige laufen das Rennen mit.
Dann wurde das Abendessen zubereitet: Zum Kochen wird natürlich der kleine eiserne Ofen in dem Ger geheizt - trotz der hohen Außentemperaturen. Ganz schön heiß!
Frisch zubereitete Suppe (Schööl) mit Trockenfleisch, selbstgemachten Nudeln, Knoblauch und Zwiebeln. Außerdem Reis mit Trockenfleisch und etwas Möhren. Wir wurden reichlich bewirtet. Anschließend saßen wir zusammen und unterhielten uns noch. Die Frau ging später mit dem Deel bekleidet nach draußen um zu melken und verarbeitete dann die Milch. Die Milch wird sofort abgekocht, der Rahm abgeschöpft und separat aufbewahrt, der Rest durch ein Tuch gegossen. Dann gibt es einerseits frischen Rahm, ein Teil wird zu Quark in einem Tuch über einem Eimer zum Abtropfen aufbereitet. Zum Teil wird daraus später Käse hergestellt.

(Gudrun und Jeannine unterwegs in der Mongolei, 2005, 
Fotos: Gudrun Conrad, Jeannine Lipowsky)

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