Aktuell - Bildung und Schulen für Nomadenkinder in der Mongolei - Khatgal

Kia Ora Reisen ist seit vielen Jahren mit dem Dorf Khatgal am Khuvsgulsee verbunden.
Dort lebte der Künstler Michael Grey Wolf Guruev, der im Jahr 2006 aus Deutschland in die Mongolei ausgewandert war. Er lebte dort in einer Jurte und unterstützte die Einwohner von Khatgal mit seinen Malereien und bot Nähkurse für die Frauen an.
In den besonders harten Wintern 2008, 2009 und 2010 spendete er mit Hilfe von Kia Ora Reisen und Menschenrechte 3000 e.V. Geld für Heizmaterial und Grundnahrungsmitteln an die Bedürftigen von Khatgal und an die Schule!

Wir unterstützten Grey Wolf viele Jahre aktiv bei seinem Projekt 'Kultur- und Ausbildungszentrum für die Indigenen Nordasiens', das er in Khatgal installieren wollte.
Als Grey Wolf Guruev im März 2012 überraschend starb ohne sein Projekt vollenden zu können, spendeten wir aus den Hilfsgütern vieles an die Schule in Khatgal: jede Menge Papier, Stifte, Malfarben..., Bastelmaterial und Kinderbücher in Mongolisch und Russisch.

Aktuelle Situation der Schule in Khatgal:

Heute besuchen über 700 Kinder die Schule in Khatgal. Obwohl es für die Nomadenkinder nicht leicht ist, gute Schulen zu besuchen oder zu studieren. Die meisten  Kinder der Viehzüchter wohnen während der Schulzeit in Internaten. Heutzutage kommen die Kinder mit 6 Jahren in  die Schule, vorher mit 7 Jahren. Es ist nicht leicht für die Kleinen, von ihrer Familie getrennt und oft weit entfernt zu leben. Die Nomaden sprechen viel darüber und versuchen etwas zu ändern. Aber das Mongolische Ministerium, die Regierung – sie unternehmen nichts. Einige der Nomaden-Frauen gehen in die Stadt um es den jüngsten Kindern zu erleichtern in die Schule zu gehen. Die Ehemänner leben währenddessen alleine, das ist nicht leicht. Eine mit uns bekannte Familie hat 4 Kinder, die Familie sind Viehzüchter, Nomaden. Sie haben Tiere, die das ganze Jahr über betreut und versorgt werden müssen. Denn die Tiere sind ihre Lebensgrundlage. Die Kinder gehen zur Schule, denn die Familie legt viel Wert auf eine gute Bildung. Sie wohnen im Internat. Die älteste Tochter ist 14 Jahre alt. Sie kümmert sich um die jüngeren Geschwister.
Einige Nomadenkinder gehen nicht zur Schule oder besuchen die Schule nur wenige Jahre. Einige haben das Glück bei ihren Verwandten zu leben.
Die Schule in Khatgal ist in der selben Situation wie alle Schulen in den kleinen Städtchen der Mongolei: es ist ein altes Gebäude, nicht isoliert. Im Winter ist es wirklich sehr kalt hier. Die Klassenräume sind eigentlich viel zu kalt, denn bei – 25 bis – 40 Grad Außentemperatur bekommt man das Gebäude auch mit ständigem Heizen nicht warm! Holz zum Heizen gibt es genug – aber die Kinder brauchen vor allem Decken und warme Kleidung!
Die schlecht bezahlten Lehrer sind nicht sehr aktiv. Sie arbeiten unter schwierigen Bedingungen – es gibt kaum Schulmaterial!
Letztes Jahr, 2016, hat das Bildungsministerium entschieden, jedem Lehrer in den Secondary Schools ein Notebook für die Arbeit zu stellen...
Die Kinder aber brauchen dringend Bücher, auch Spiele, Farben und Stifte zum Malen und es mangelt sogar an Papier!

Bitte helfen Sie den Kindern der Nomaden – mit Ihrer Unterstützung kann es gelingen, den Kindern in Khatgal eine angenehmere Schulzeit und eine bessere Bildung zu geben!
Wir freuen uns über Spenden für Decken, Schulbücher, Schreibmaterial!

Die Spenden werden von uns direkt nach Khatgal gebracht und dort persönlich übergeben.
Bitte sehen Sie von Sachspenden ab: es ist schwierig, die Sachen in die Mongolei zu senden - Transportkosten und Zoll sind nicht zu unterschätzen. Außerdem kann man in der Mongolei alles preisgünstig kaufen. Und - Schulbücher in Mongolischer Sprache gibt es nur hier :)

Ein älterer Schüler spielt die traditionelle Pferdekopfgeige zum Schulfest.


Das Schulgebäude ist aus Holz und wurde 1984 erbaut.

Ältere Schülerinnen vor dem Mädchen-Internat in Khatgal.

Bezug zu Land: 

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Wagen Sie sich in den Kosmos der indigenen Völker. Lernen Sie, staunen Sie, wundern Sie sich. Ihre Reise wird Sie bereichern und Ihnen einen neuen Blick auf die Welt schenken – und vielleicht auch auf sich selbst …

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